Kristalle, Amulette und Tarotkarten in Arbon

Vierzit Esoterik-Aussteller lockten an der sogenannten Happiness-Messe geschätzt 15000 Besucher in den Seeparksaal.

Eva Wenaweser
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Für alle Sinne ist etwas dabei. Und zwar an der Premiere der Happiness-Messe im Seeparksaal. Schon beim Eintreten fallen einem bunte Bilder und Klangschalen auf. Sobald sich die Augen an die Farbenpracht gewöhnt haben, gibt’s was für die Ohren und die Nase: Durch die Lautsprecher ist Meditationsmusik zu hören und von den Ständen mit Produkten zum Räuchern strömen einem die verschiedensten Gerüche entgegen.

«Für einen Freitagnachmittag sind die Besucherzahlen gut», sagt Elisabeth Zazyal, Messe-Organisatorin. Die Leute würden sich auf die Stände verteilen und Vorträge überall in der Halle und den Nebenräumen hören, daher scheine die Halle auf den ersten Blick zu gross. «Es ist grundsätzlich normal, dass am Samstag und Sonntag mehr Leute die Messe besuchen.»

Eine Art Arboner Probelauf

Laut Andreas Stüber, dem Schwager von Organisatorin Zazyal, ist der Anlass in Arbon eine Art Probelauf. Stüber arbeitet als Berater für ganzheitliche Unternehmungen und hält dazu Vorträge an der Messe. «Ich habe am eigenen Leib erfahren, wie es ist, wenn man keine Power mehr für den Job hat. Ich weiss, wie man da rein-, aber auch wieder rauskommt. Und ich möchte Leuten helfen, denen es ähnlich geht.»

Viele Besucher sind auch aus beruflichem Interesse an der Messe.

«Leider konnte ich dieses Jahr keinen Platz an der Messe bekommen»,

sagt eine Frau, die in der Naturkosmetik tätig ist. Sie findet es toll, dass die Happiness-Messe so «klein, aber trotzdem fein» sei. «Man kann sich besser auf bestimmte Bereiche konzentrieren.»

Bevor sie sich mit den Produkten befasst habe, sei sie skeptisch gewesen, sagt eine Ausstellerin. «Heute stehe ich hier und verkaufe sie für das Unternehmen.» Wenn sie nicht hinter dem stehen würde, was sie verkaufe, würde sie es nicht tun. Ähnlich äussert sich ein anderer Aussteller, der sich allerdings vom Konzern gelöst hat. «Früher habe ich auf Messen noch die Vertretung für Firmen gemacht. Heute bin ich selbstständig und verkaufe meine eigenen Produkte.»

Deutsche und Österreicher passen Preise an

Neben zahlreichen Ausstellern aus der Schweiz nahmen auch welche aus Deutschland und Österreich teil. Einer der grössten Unterschiede zu den Messen in ihren Ländern seien die Preise, sagen sie. «Durch die höheren Kosten für den Messe-Platz müssen wir den Preis unserer Produkte und Dienstleistungen anpassen, sonst geht die Rechnung nicht auf», sagen mehrere von ihnen auf Anfrage.

In der Haupthalle fanden Besucher Stände mit Heilkristallen, Naturkosmetik, Amuletten, Aura-Analysen, Beratungen mit Tarotkarten und vielem mehr. Ebenfalls in der Haupthalle, aber auch in den Nebenräumen waren für sie Stuhlreihen arrangiert, um Referaten zuzuhören. Um den Überblick nicht zu verlieren, konnten sich die Besucher in den ausgehändigten oder den ausgehängten Programmen orientieren, wann welche Aussteller zu welchen Themen referierten.