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Kreuzlingerinnen tanzen ihren Weg vom Dreispitz ins Hallenstadion

Die Wettkampfgruppe der Gymnastik tritt im kommenden Januar vor 11'000 Zuschauern auf.
Hannah Engeler
Die Aktiv 1 will im Hallenstadion mit ihrer neuen Kür genauso begeistern wie beim letztjährigen Schauturnen. (Bild: Andrea Stalder, 04.11.2018)

Die Aktiv 1 will im Hallenstadion mit ihrer neuen Kür genauso begeistern wie beim letztjährigen Schauturnen. (Bild: Andrea Stalder, 04.11.2018)

«Es ist eine mega Ehre, vom Schweizerischen Turnverein eingeladen zu werden», sagt Noëmi Amrhein. Sie leitet das Wettkampfteam Aktiv 1 der Gymnastikgruppe Kreuzlingen. Als amtierender Schweizermeister dürfen ihre Tänzerinnen an der Gymotion im kommenden Januar auftreten. Die Unterhaltungsshow findet im Hallenstadion statt und lädt pro Disziplin nur ein bis zwei Vereine ein.

Nebst den Proben für das diesjährige Schauturnen, welches anfangs November stattfindet, hat Aktiv 1 nun mit den Vorbereitungen für den Auftritt in Zürich begonnen. Die grösste Herausforderung bestehe darin, dass die Musik von den Veranstaltern vorgegeben und nicht frei wählbar ist. «Ich bin bekannt dafür, dass ich abgefahrene Musik für unsere Küren wähle», sagt Amrhein lachend. Die Musik, die der Kreuzlinger Gruppe zugeteilt wurde, entspräche ihnen überhaupt nicht.

Mit musikalischen Nachtschichten zum Erfolg

Alle drei vorgegebenen Lieder drehen sich um die Zeit. Amrhein hat vor, das Thema unter anderem mit Slow Motion und Rückwärtsbewegungen zu visualisieren. Für sie beginnt die Kreation einer Kür immer mit der Musik. Sobald sie sich ein Stück anhört, sieht sie die möglichen Formationen und Effekte vor ihrem inneren Auge. Neben der Planung auf dem Papier gehört auch viel Ausprobieren zur Zauberformel für eine erfolgreiche Choreografie.

Amrhein leitet das Aktiv 1 nun seit fast vier Jahren. Dass sie immer wieder Nachtschichten einlegen muss, macht ihr nichts aus. «Ich schätze die Möglichkeit, meine Kreativität auf diesem Weg ausleben zu können, sehr. Zu sehen, wie meine Vision durch die Tänzerinnen zum Leben erweckt wird ist jedes Mal unbeschreiblich toll», erzählt die Ärztin.

«Ich erwarte viel und bin auch streng», sagt sie. «Als ich das Team neu übernommen habe, haben die jungen Frauen nicht an sich selbst geglaubt. Schweizermeister zu werden schien unmöglich», erzählt sie. Mittlerweile müsse sie die Gruppe fast schon bremsen, da diese einen so grossen Ehrgeiz entwickelt hat. Die Dynamik der Gruppe im Griff zu haben sei vor allem bei Wettkämpfen entscheidend. Eine gewisse Portion Nervosität täte den Turnerinnen gut aber es dürfe nicht kippen.

Einmaliger Auftritt vor laufenden Kameras

Die Nervosität wird auch im Januar ein entscheidender Punkt sein. Amrhein schätzt die Aufregung der Turnerinnen an der Gymotion auf dasselbe Niveau wie an den Schweizermeisterschaften. Auch wenn die Gymotion kein Wettkampf ist, sondern reine Unterhaltung, führe das einmalige Ereignis mit seiner Grösse dazu, dass ein gewisser Druck entstehe. Die Veranstaltung findet im Hallenstation vor 11000 Zuschauern statt, das SRF wird vor Ort sein.

Die Tänzerinnen sehen ihrem Auftritt voller Freude entgegen. «Wir können für einmal so richtig die Sau raus lassen», sagt Jenny Wiedmer, die bereits seit zehn Jahren in der Aktiv 1 tanzt. Die Gymotion erlaube es der Gruppe, das zu zeigen, was sie nebst Bewertungen ausmacht. «Schlussendlich stehen wir auf der Bühne, weil es uns Spass macht».

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