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Kreuzlingerin führt erfolgreichen Mama-Blog auf Instagram

Celina Morel hat bei Social Media über 3000 Follower. Sie berichtet und zeigt Bilder aus ihrem Leben als Mutter.
Judith Schuck
Celina Morel filmt ihren Sohn auf dem Spielplatz im Seeburgpark. (Bild: Reto Martin)

Celina Morel filmt ihren Sohn auf dem Spielplatz im Seeburgpark. (Bild: Reto Martin)

Sinan Emil ist mit einem Jahr und zwei Monaten schon ein kleiner Star. Etwa 400 Fotos gibt es von ihm auf dem Instagram Blog «_kleineswunder». Das hat er seiner Mutter zu verdanken, die diesen Mama-Blog führt.

Celina Morel suchte vor der Schwangerschaft nach einer Möglichkeit, sich mit anderen Frauen mit Kinderwunsch auszutauschen. Via Instagram postete sie ihre Erfahrungen und Eindrücke bis hin zum positiven Schwangerschaftstest. «Bald hatte ich immer mehr Follower, und so kam ich eher zufällig zu meinem Blog», sagt die 27jährige Kreuzlingerin.

Nominiert für den Influencer Award

Ab etwa 1000 Abonnenten wurden die Firmen auf sie aufmerksam und machten ihr Angebote, für ihre Produkte zu werben. Aktuell folgen ihr 3269 Personen, in der Regel Mütter.

Als Influencer gelten Leute, die 100'000 Follower auf ihrem Social-Media-Profil haben und ihren Bekanntheitsgrad für Werbung nutzen. Firmen versuchen über diesen Weg die jüngeren Konsumenten zu erreichen.

Am 20. Juni 2019 wurde in Zürich der erste Swiss Influencer Award vergeben, was zeigt, wie relevant das Internet-Phänomen allmählich wird. Morel wurde bei den Talents in der Kategorie «Family» unter den Top Ten nominiert. Als Gewinner ging letztlich aber ein Papa, «daddyblogger.ch», hervor.

Mit dem Erfolg kommen die Neider

Seit neuestem gibt es in der Schweiz sogar eine Ausbildung zum Influencer. Celina Morel lernte ihr Handwerk allein durch Ausprobieren und von einer Freundin, die bereits 12'000 Follower hat. «Von ihr habe ich mir viele Tipps geholt.» Nicht alle Kolleginnen stehen so hilfsbereit mit Ratschlägen zur Verfügung. Sie sagt:

«Unter den Bloggern herrscht grosse Konkurrenz.»

Immerhin wollen immer mehr Social-Media affine Leute ihr Geld auf diese Weise verdienen. Da gebe es schon Eifersucht und Geläster über die Posts der anderen.

Morel selbst sieht das nicht so eng. Inzwischen wende sie pro Tag zwei bis drei Stunden für ihren Blog auf und verdiene ein kleines Zubrot damit.

«Es gibt aber Tage, an denen ich überhaupt keine Lust habe, mit meinem Leben in die Öffentlichkeit zu treten. Da bin ich dann offline.»

Für welche Produkte sie werben möchte, wägt sie ab. Sie sei für Nachhaltigkeit und faire Produktionsbedingungen und habe auch schon einem grossen Schweizer Lebensmittelproduzenten abgesagt, weil sie ihn ethisch nicht vertretbar findet.

Keine peinlichen Bilder im Netz

Und wie steht der Protagonist Sinan Emil zu seiner Rolle? «Er hat sich von klein auf an die Handykamera gewöhnt. Inzwischen wird es schon schwieriger mit den Fotos», denn der kleine blonde Junge ist umtriebig und hält nicht mehr so gerne still. «Oft habe ich eine coole Idee, die dann aber nicht klappt.»

Die Entscheidung, ihr Erstgeborenes nach der Geburt im Netz zu zeigen, sei ihr und ihrem Mann nicht leicht gefallen. Morel sagt:

«Wir achten darauf, dass keine Bilder von ihm gepostet werden, die er später als peinlich empfinden könnte.»

Für sie selbst ist es teilweise immer noch «mega komisch» ins Handy zu sprechen oder mit ihrem Privatleben Werbung zu machen. «Da ich aber nur für Produkte werbe, von denen ich überzeugt bin, macht es mir vor allem Spass!»

Der Papa-Blog vom Tagblatt

Neu hat das Tagblatt einen eigenen Papa-Blog. Hier finden Sie die ersten drei Ausgaben.

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