Kommentar

Kreuzlinger Wahlbüro: Bitte die Details künftig mitliefern! 

Niemand hätte Schaden genommen, wenn bei der Schulpräsidentenwahl am vergangenen Sonntag auch Stimmen unter Vereinzelte aufgeschlüsselt worden wären, schreibt TZ-Redaktor in seinem Kommentar. 

Urs Brüschweiler
Drucken
Teilen
TZ-Redaktor Urs Brüschweiler: (Bild: Ralph Ribi)

TZ-Redaktor Urs Brüschweiler: (Bild: Ralph Ribi)

Über tausend Personen wählten am Sonntag «Vereinzelte.» Wen sie eigentlich gerne als Schulpräsidentin oder Schulpräsident gesehen hätten, wird im Dunkeln des Stadtarchivs verborgen bleiben. Wohl für alle Ewigkeit.

Für das nackte Ergebnis spielt das keine Rolle. Für die Interpretation, wäre es zumindest von einigem Interesse gewesen. Und es ist frustrierend für jene Wähler, die sich möglicherweise viel überlegt haben beim Ausfüllen ihres Stimmzettels. Ihre persönliche Wahl taucht am Ende nicht einmal unter «ferner liefen» auf, sondern sie wird in einen anonymen Restetopf geworfen.

Das Wahlbüro hat nach dem Buchstaben des Gesetzes nichts falsch gemacht. Aber es hätte auch problemlos sagen können, ab 50 Stimmen werden die Namen aufgeführt. Geschadet hätte das niemandem. Die Veröffentlichung von Wahlresultaten – auch bis ins Detail – müsste in einer Demokratie eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein.