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Kreuzlinger Theater-Regisseur hätte gerne mehr Zuschauer gezählt

Am letzten Donnerstag hat das Kreuzlinger See-Burgtheater letztmals «Biedermann und die Brandstifter» aufgeführt. Regisseur Leopold Huber ist vom Publikumsaufmarsch etwas enttäuscht.
Nicole D'Orazio
Leopold Huber, Regisseur des Kreuzlinger See-Burgtheaters, zieht ein mehrheitlich positives Fazit der Produktion «Biedermann und die Brandstifter». (Bild: Donato Caspari)

Leopold Huber, Regisseur des Kreuzlinger See-Burgtheaters, zieht ein mehrheitlich positives Fazit der Produktion «Biedermann und die Brandstifter». (Bild: Donato Caspari)

Herr Huber, wie geht es Ihnen nach der letzten Vorstellung des See-Burgtheaters in diesem Jahr?

Ich stehe gerade auf dem Feuerwehrauto, das in «Biedermann und die Brandstifter» eingesetzt wurde. Wir sind am Abräumen. Bei einer Produktion lernt man sich sehr gut kennen, das heisst man öffnet sein Innerstes. Ich bin deswegen etwas traurig. Denn oft sieht man Personen des Ensembles nie mehr. Doch über die Jahre hinweg habe ich gelernt, damit umzugehen. Es ist tröstlich, dass ich die Schauspieler nächstes Jahr ja wieder engagieren oder sonst wieder mit ihnen zusammenarbeiten kann.

Wie lautet Ihr Fazit der Spielzeit?

Ich habe immer vier Punkte, die ich durchgehe. Erstens: Hat das Stück den Zuschauern gefallen? Das kann ich mit Ja beantworten. Zweitens: Wie fiel die Reaktion der Presse aus? Bis auf eine Ausnahme darf ich das ebenfalls positiv bewerten. Drittens: Wie war die Stimmung im Ensemble? – Sehr gut. Und Viertens: Wie sieht es beim Geld aus? Dieser Punkt fällt leider nicht positiv aus.

Weswegen?

Es hätten mehr Zuschauer kommen können. Keine Vorführung war ausverkauft. An was es gelegen hat, weiss man nie.

Könnte der eher stolze Eintrittspreis von 54 Franken mit ein Grund sein?

Ob mehr Zuschauer gekommen wären, wenn ein Ticket zum Beispiel 49 Franken gekostet hätte, kann ich nicht sagen. Wir bieten jedoch vergünstigte Preise für Studenten an. Wir müssen den Preis in dieser Höhe festlegen, weil wir nicht so hohe Subventionen wie zum Beispiel das Theater Konstanz erhalten. Wir können keinen Eintritt für 30 Euro anbieten. Und die Leute geben für andere Veranstaltungen noch mehr Geld aus. Jedoch werden wir diesen Punkt anschauen.

Mussten Sie dieses Jahr eine Vorstellung wegen schlechten Wetters ausfallen lassen?

Nein. Seit 2003 haben wir noch nie eine so entspannte Spielzeit gehabt. Am Donnerstag hat es etwas geregnet. Das war’s. Gehen Sie nun in die Ferien? Nein. Nach dem Umbau des Spielortes lasse ich mir das Kultling-Festival, das hier bei uns stattfindet, nicht entgehen.

Helfen Sie mit?

Nein. Ich bin als Gast da und lasse mich betüdeln. Es gefällt mir gut, was die jungen Leute auf die Beine stellen. Es ist ein Highlight am Fantastical. Und vielleicht kommen die jungen Leute ja in ein paar Jahren ins Theater.

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