Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

Kreuzlinger Stadtrat zeigt sich entschlossen: «Wir kämpfen für unser neues Stadthaus»

Der Kreuzlinger Stadtrat bekräftigt seine Überzeugung, dass der Neubau eines Verwaltungsgebäudes auf dem Bärenplatz am rechten Ort wäre. Er reagiert auf die Volksinitiative der «Freunde der Festwiese», welche dieses Projekt beerdigen möchte.
Urs Brüschweiler
Der Wiesenanteil wäre nach dem Bau des Stadthauses und der Neugestaltung des Bärenplatzes grösser, als vorher. (Bild: PD/Stadt Kreuzlingen)

Der Wiesenanteil wäre nach dem Bau des Stadthauses und der Neugestaltung des Bärenplatzes grösser, als vorher. (Bild: PD/Stadt Kreuzlingen)

Wenn sie zu fünft vor die Medien treten, ist es wichtig. Der Gesamtstadtrat bekräftigte seinen Willen, das neue Stadthaus auf der Festwiese zu realisieren. Die Stadtregierung reagiert damit auf die kürzlich lancierte Volksinitiative für die Freihaltung der Festwiese. Auch angesichts der dadurch ausgelösten Diskussionen und zahlreich erschienener Leserbriefe, sei der Zeitpunkt gekommen, zu den Themen klar Stellung zu beziehen, betonte Stadtpräsident Thomas Niederberger.

Führungen durchs alte Stadthaus und Infos zum Neuen

Um sich eine eigene Meinung über das geplante Stadthaus mit Tiefgarage und neu gestalteter Festwiese bilden zu können, lädt der Stadtrat die Bevölkerung zu Führungen ins alte Stadthaus, Hauptstrasse 62, ein. Heute (17 bis 19 Uhr), am Freitag (16 bis 19 Uhr) und am Samstag (10 bis 15 Uhr) beantworten Stadträte persönlich Fragen zum heutigen Zustand der Verwaltungsliegenschaften, wie auch zum Neubauprojekt und dessen Standort auf dem Bärenplatz.

Den Anfang machte Stadträtin Dorena Raggenbass: «Aus städtebaulicher Sicht ermöglicht dieses Projekt, ein Stadtzentrum zu schaffen.» Dass die jetzige Situation mit den Parkplätzen unschön ist, sei ja unbestritten. Mit dem Bau des Stadthauses, zurückversetzt und nahe beim Dreispitz, definiere man einen wertvollen Platz. Der Grünanteil auf dem Areal werde nach dem Bau im Übrigen grösser sein. Heute seien es 8000 Quadratmeter Wiese auf dem Bärenplatz, nachher werden es 12000 Quadratmeter sein. Der Jahrmarkt oder andere Events seien dort künftig sehr wohl möglich.

«An der Marktstrasse soll sich nicht die Verwaltung ausdehnen, sondern neuer Raum für Wohnen und Arbeit entstehen.»

Stadtschreiber Michael Stahl und die Stadträte Dorena Raggenbass, Thomas Beringer, Thomas Niederberger, Ernst Zülle und Markus Brüllmann wollen verhindern, dass die 1,5 Millionen Franken, die bereits ausgegeben wurden, umsonst waren.

Stadtschreiber Michael Stahl und die Stadträte Dorena Raggenbass, Thomas Beringer, Thomas Niederberger, Ernst Zülle und Markus Brüllmann wollen verhindern, dass die 1,5 Millionen Franken, die bereits ausgegeben wurden, umsonst waren.

Es gibt bereits zehn Bauten, die länger als 50 Meter sind

Stadtrat Ernst Zülle nahm den Hauptkritikpunkt des Projekts ins Visier: die geplante Gebäudelänge von 111 Metern. Es gebe bereits zehn Gebäude im Stadtzentrum, die länger seien, als die im Baureglement vorgegebenen 50 Meter. «Das war nie ein Problem.» Ein Verstoss gegen das Baureglement sei dies nicht. Im kantonalen Baugesetz sei festgehalten, dass Abweichungen möglich sind, wenn sie zu einer besseren Lösung führen.

«Die Festwiese vor dem neuen Stadthaus bleibt weiterhin frei, ebenso wie die Sicht auf die Kirche St. Ulrich.»

Stadtrat Thomas Beringer betonte die Dringlichkeit, ein neues Stadthaus zu bauen. Die vier aktuellen Verwaltungsliegenschaften seien allesamt sanierungsbedürftig, energetisch problematisch und zudem nicht behindertengerecht. «Es ist der komplett richtige Entscheid, die Verwaltung in einem Neubau zusammenzuführen.»

Stadtrat Markus Brüllmann konterte die Argumentation der Initianten, dass man an einem anderen Standort schneller zum Ziel käme. Das sei schlicht falsch. «Bei einem Projekt an der Marktstrasse wäre etwa das Einsprachpotenzial viel grösser.» Nach allen Abwägungen sei der heutige Standort im Prinzip «alternativlos».

Planungsstopp, weil man auf den Kanton wartet

Stadtpräsident Thomas Niederberger betonte zusammenfassend, dass der Stadtrat und auch das gesamte Personal der Verwaltung hinter dem Projekt stehen.

«Wir werden dafür kämpfen.»

Wegen der Initiative und den Einsprachen gegen den Vorentscheid herrsche derzeit ein Planungsstopp. Dass man bereits ein Jahr auf den erstinstanzlichen Entscheid des kantonalen Departements warten müsse, sei sehr bedauerlich.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.