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Kreuzlinger Sanitärunternehmen ist seit einem Jahrhundert in Familienhand

Die Sanitär- und Heizungsfirma Bär und Sohn AG feierte am Samstag ihr 100-jähriges Bestehen. Mit Show-Room, Bratwurst und sprudelndem Hahnenwasser unterhielten die Veranstalter ihre Besucher.
Judith Schuck
Vater und Sohn Bär führen den Familienbetrieb. (Bild: Judith Schuck)

Vater und Sohn Bär führen den Familienbetrieb. (Bild: Judith Schuck)

Ein Hahn, bei dem je nach Wunsch stilles, leicht oder mit etwas mehr Kohlensäure angereichertes Wasser herauskommt – oder lieber gleich Tee? Aus dem Heisswasserhahnen fliesst es direkt mit 100 Grad, einfach die Teetasse darunter halten – fertig. «Das sind die neusten Trends», meint Walter Bär-Fritschi von der Sanitär- und Heizungsfirma Bär und Sohn AG in Kreuzlingen am Tag der offenen Tür.

Neuheiten, mit denen vor 100 Jahren noch niemand gerechnet hat. Denn angefangen hat alles ganz anders: 1919 gründete Walter Bär-Scherb seine eigene Spenglerei in Altnau. Dessen Sohn Walter Bär-Bächler stieg zunächst mit ein, machte sich aber 1938 in Bottighofen selbständig. «Im Krieg gab es dann nicht genug Arbeit für beide Firmen», erzählt der heutige Senior-Chef Walter Bär-Fritschi.

Seit 1949 in Kreuzlingen

1949 kauften sein Grossvater und sein Vater die Liegenschaft am heutigen Standort an der Konstanzerstrasse in Kreuzlingen, wo der Betrieb seitdem in der vierten Generation geleitet wird. Inhaber und Geschäftsführer heute ist Daniel Bär-Fruci, Urenkel des Firmengründers. Sie seien alle in den Beruf reingewachsen, «und ich habe immer noch Freude am Handwerk», betont Walter Bär-Fritschi.

Traditionell hätten die Frauen jeweils die administrativen Aufgaben übernommen. Handarbeit wird immer weniger Von 1919 bis heute hat sich viel verändert: «Früher hat man viel mit Guss gearbeitet, heute ist fast alles Kunststoff und es gibt immer mehr Maschinen, welche die manuelle Arbeit ersetzen», sagt Walter Bär-Fritschi.

Die Wasserhygiene wird heute streng kontrolliert und die EDV nimmt grossen Raum ein. Themen wie Energie- und Wassersparen hätten bei der Kundschaft aktuell einen hohen Stellenwert: «Während alte Toilettenspülkästen bis zu zwölf Liter Wasser pro Spülung verbrauchten, können wir heute welche mit nur drei Litern Verbrauch einbauen.» Wärmepumpen ersetzen zunehmend Öl- und Gasheizungen und auch der Umgang mit Solarenergie gehört zum Leistungsspektrum der Firma Bär und Sohn AG.

Genossenschaft für die Qualitätissicherung

1979 gründete Walter Bär-Fritschi die Vereinigung-Sanitär-Läden (VSL) mit, ein Zusammenschluss von Schweizer Installateuren aus Gross- und Kleinbetrieben, die gemeinsam Material einkauften und an Weiterbildungen teilnahmen. 1999 wurde aus der VSL die Genossenschaft «BadeWelten». Gegenseitiger Austausch und das Bildungsangebot tragen heute zur Qualitätssicherung in den 60 der Genossenschaft angeschlossenen Betrieben bei.

Neben zwei Monteuren gehört immer ein Auszubildender mit zum Team, allerdings sei es heutzutage nicht leicht, Lehrlinge zu finden. «Das liegt am grossen Angebot von technischen Berufen.» Doch auch die Ausbildungen zum Spengler oder Installateur entwickeln sich weiter; immer mehr läuft über Programmierungen, Videoanleitungen gibt es unzählige im Internet – die Digitalisierung verändert das Berufsbild.

Was bleibt, ist, dass Vater und Sohn Bär im Betrieb zusammenarbeiten und sich mit modischen und technischen Trends auseinandersetzen.

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