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Kreuzlinger Restaurant steckt Essensreste in die Wundertüte

Das zum Alterszentrum gehörige Restaurant bietet via der App «Too Good To Go» Essen für einen erschwinglichen Preis an.
Janine Bollhalder
Die App ist einfach zu bedienen. (Bild: Andrea Stalder)

Die App ist einfach zu bedienen. (Bild: Andrea Stalder)

Die App «Too Good To Go» hat Anfang Juni ihr einjähriges Bestehen in der Schweiz gefeiert. Das Programm verfolgt das Ziel, Essensreste vor dem Abfall zu bewahren.

Das Prinzip der App ist einfach: Die Partner von «Too Good To Go» – Supermärkte, Hotels, Bäckereien und Restaurants – bieten sogenannte «Wundertüten» an. Diese beinhalten portionsweise Reste, welche über die App gekauft und von den Kunden gegen Vorweisung der digitalen Quittung abgeholt werden können.

«Natürlich mit einem eigenen Behälter. Denn die Reste in Plastikgeschirr zu verpacken, wäre ja auch eine Umweltbelastung»,

sagt René Wohnlich, Mitglied der Geschäftsleitung des Kreuzlinger Alterszentrums (AZK). Zu diesem gehört das Restaurant Z, welches seit Ende Mai bei «Too Good To Go» mitwirkt.

Gute Tat, guten Appetit

René Wohnlich, Mitglied der Geschäftsleitung des Alterszentrums Kreuzlingen (Bild: PD)

René Wohnlich, Mitglied der Geschäftsleitung des Alterszentrums Kreuzlingen (Bild: PD)

Die App ist schnell installiert und selbsterklärend. Nachdem eine E-Mail-Adresse hinterlegt ist, steht dem Retten von Essen nichts mehr im Weg. Nach der Standortwahl kann der Benutzer durch eine Liste von Angeboten scrollen oder sich mit Filtern wie «vegetarisch» oder «zum Mittagessen abholen» zum nächsten Gaumenschmaus tippen.

«Mit unserem Engagement bei «Too Good To Go» erzielen wir natürlich keinen Gewinn, aber darum geht es ja auch nicht», sagt Wohnlich. Das Thema Foodwaste hat die Restaurantbetreiber schon länger beschäftigt.

«Dank der App können wir nicht nur etwas Gutes für die Umwelt tun, sondern auch für Personen, deren Budget nicht ausreicht, um jeden Mittag auswärts zu essen.»

Das Essen retten via Smartphone oder Tablet ist erfolgreich: Pro Mittag kann das Restaurant Z bis zu drei Portionen verkaufen, anstatt diese entsorgen zu müssen. Für eine Wundertüte berappt man in Kreuzlingen 5.90 Franken, dies entspricht einem Drittel des Normalpreises.

Eine Auswahl dessen, was man in der Wundertüte vorfindet, kann der Käufer jedoch nicht treffen. «Wir haben täglich drei Menus, aus deren Resten wir die Portionen zusammenstellen», sagt Wohnlich. Als Beispiel nennt er folgende Komposition: Rahmgeschnetzeltes mit Gemüse und Nudeln.

Zur Geschichte der App

Das Unternehmen «Too Good To Go» wurde 2016 in Dänemark gegründet und zählt weltweit zwölf Ableger. Die Tochtergesellschaft in der Schweiz ist im Juni des vergangenen Jahres gegründet worden und hat bereits über 370000 Mahlzeiten retten können. (jab)

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