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Kreuzlinger Religionen setzen sich an einen Tisch

Die Vorspeise im Buddhistischen Zentrum, der Hauptgang in der Moschee und das Dessert in der evangelischen Kirche: beim interreligiösen Dinner am Samstag wurden die Gemeinsamkeiten der Glaubensrichtungen betont.
Judith Schuck
Im Meditationsraum des buddhistischen Zentrums gibt es Tee und eine tibetische Reisspeise. (Bild: Judith Schuck)

Im Meditationsraum des buddhistischen Zentrums gibt es Tee und eine tibetische Reisspeise. (Bild: Judith Schuck)

Seit zwölf Jahren gibt es den Runden Tisch der Religionen in Kreuzlingen, ins Leben gerufen von der ehemaligen Evangelischen Kirchenpräsidentin Susanne Dschulnigg. In diesem Jahr stellten die Kreuzlinger Gemeinden ihre Religion durch das gemeinsame Speisen traditioneller Gerichte und ihre jeweiligen Rituale vor. Lama Kunsang vom Tibetisch-Buddhistischen Zentrum sang ein Mantra und erklärte, dass der Buddhismus eher eine Philosophie sei.

«Das Oberhaupt, der Dalai Lama, hat einmal gesagt, dass wir alle in erster Linie Menschen sind. Dann kommt vielleicht die Nationalität oder Religion»,

so Lama Kunsang. Das Wichtigste sei ein friedvolles, zufriedenes Leben. «Wir alle sind Brüder und Schwestern, deren Ziel es ist, bessere Menschen zu werden». Er sehe keinen Unterschied zwischen Christen, Buddhisten und Muslimen, sie gehörten zu einer Familie, «aber dennoch müssen wir schauen, was wir besser machen können.» Den Runden Tisch findet Lama Kunsang gut, da man sich hier austauschen könne. Dazu gehören die Evangelische und Katholische Kirchgemeinde, die Albanisch-Islamische Gemeinschaft, die Türkisch-Islamische Gemeinschaft, das Tibetisch-Buddhistische Zentrum, die Pädagogische Hochschule Thurgau, Schule und Stadt Kreuzlingen. Nach der Meditation bekamen die rund 40 Gäste «Dresi», eine tibetische Reisspeise, mit Tee serviert.

Der Islam verzichtet auf Bilder

Im Gegensatz zur Albanisch-Islamischen Moschee oder der Evangelischen Kirche in Kurzrickenbach, ist der tibetische Meditationsraum bunt und voller Bilder von Göttern und Yogis. Imam Rehan Neziri sagt dazu: «Der Islam braucht keine Bilder, da Gott eine abstrakte Vorstellung ist.» Aber am Anfang könnten Bilder helfen zu verstehen. In der Moschee an der Romanshornerstrasse gab es die Hauptspeise, bestehend aus Couscous, Gemüse und Fleisch. Im Anschluss konnte man am Abendgebet teilnehmen.

Zum Dessert ging es weiter in die Kirche Kurzrickenbach, wo in Begleitung von Organistin Elisabeth Hahn zunächst gesungen wurde: «Bei uns gibt es viel Musik im Gottesdienst», sagt Pfarrer Damian Brot, was wie das Mantra oder das Gebet eine Art der Meditation und Verinnerlichung sei. «Wir haben viele Gemeinsamkeiten mit den anderen Gemeinden, auch wir sind ein offenes Haus.» Unabhängig von Herkunft und Religion seien alle herzlich willkommen, «wir sind ein internationales Team».

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