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Kreuzlinger Musikschulen bereiten Fusion vor

Statt sich gegenseitig Schüler abzuwerben, wollen die Musikschule und die Jugendmusik in Zukunft ihre Energie in die Zusammenarbeit stecken. Die beiden Marken sollen erhalten bleiben.
Martina Eggenberger Lenz
An der Musikschule Kreuzlingen wird auch Tanz unterrichtet. Am letzten Projekt «Rund um die Uhr» im März wirkten rund 300 Kinder und Erwachsene mit. (Bild: Reto Martin)

An der Musikschule Kreuzlingen wird auch Tanz unterrichtet. Am letzten Projekt «Rund um die Uhr» im März wirkten rund 300 Kinder und Erwachsene mit. (Bild: Reto Martin)

Die Musikschule Kreuzlingen und die Jugendmusik wollen sich nicht länger konkurrenzieren. «Wir investieren unsere Energie lieber in die Zusammenarbeit», betont Bernhard Weber, der Präsident der Musikschule. Die beiden Institutionen planen per 1. Januar 2021 die Fusion.

Angenähert haben sich die Musikschulen schon vor einiger Zeit, vor allem dank der beiden aktuellen Leiter Stephan Frommer und Kai Kopp. Zusammengearbeitet wird bereits heute in Bereichen der Infrastruktur, etwa der gemeinsamen Nutzung von Räumen, Teilen der Administration oder der Zugänglichkeit der Orchester, wie Ciril Schmidiger, der Präsident der Jugendmusik, erklärt. Auch seien viele Lehrer an beiden Schulen angestellt und die Tarife für den Unterricht gleich hoch.

Mehr Nachwuchs für das Orchester

Die Verantwortlichen der Schulen betonen, dass beide Partner heute gut aufgestellt seien und einwandfrei funktionierten. Aktuell gebe es keine Probleme, doch es gehe darum, in die Zukunft zu schauen, sagt Schmidiger. Der eigene Nachwuchs werde langsam knapp. Mit der Fusion solle der Bestand für die Orchester langfristig gesichert werden.

Auch Bernhard Weber meint, ein Zusammenschluss ermögliche weitere Synergien auf verschiedenen Ebenen.

«Wir haben einen gemeinsamen Auftrag und ein gemeinsames Ziel.»

Das Angebot bei den Ensembles und speziellen Projekten könnte ausgebaut und noch besser werden. Ein Mitgrund für die Fusion ist auch, dass die Musikschulen davon ausgehen, dass der Kanton die Latte für Subventionen in Zukunft wohl höher hängen wird. «Kleinere Schulen können die neuen Anforderungen an Qualität und Finanzierung dann wohl kaum mehr erfüllen», meint der Präsident der Musikschule.

Derzeit sei eine Arbeitsgruppe auf kantonaler Ebene daran, die zukünftigen Rahmenbedingungen zu definieren. «Wir sind auf jeden Fall besser gewappnet mit einer grösseren, gut aufgestellten Musikschule», versichert Schmidiger. «Die Voraussetzungen für den Zusammenschluss sind gut. Die Schulleitungen und die Vorstände stehen dahinter und wir bereiten alles vorsichtig vor», meint Weber.

Basis muss noch abstimmen

Die Vereinsmitglieder seien informiert, bislang gebe es keine grössere Opposition. Die definitiven Beschlüsse sollen an den Vereinsversammlungen im Mai 2020 gefasst werden. Wie Bernhard Weber erzählt, wird das Fusionsprojekt vom selbstständigen Berater Christoph Tobler vorbereitet. Er leitete bekanntlich auch die Untersuchung der Kreuzlinger Schulaffäre.

Auch wenn es in eineinhalb Jahren nur noch eine Musikschule in Kreuzlingen gibt: Die beiden «Marken» sollen bestehen bleiben. Das Aushängeschild bleibt das erfolgreiche und schweizweit bekannte Blasorchester der Jugendmusik.

Starke Partner

Die Musikschule Kreuzlingen besteht seit 1976. Sie unterrichtet 1000 Schüler, davon 400 in Tanz und Akrobatik. Im Bereich Musik werden alle Instrumentengruppen vermittelt. Um einiges älter ist die Jugendmusik Kreuzlingen. Sie wurde 1871 gegründet. Zur Sicherung des musikalischen Nachwuchses bietet sie seit 1965 Blasmusikunterricht an. Seit einiger Zeit stehen auch Perkussion oder Gitarre auf dem Stundenplan. Die Jugendmusik zählt 220 Schüler. Neben dem mehrfach ausgezeichneten Jugendblasorchester führt sie in verschiedenen Altersstufen auch drei Nachwuchsformationen. (meg)

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