Kreuzlinger Kulturkommission nimmt ihre Arbeit auf

Am Mittwoch tagte die neue Kommission zum ersten Mal. Sie soll das kulturelle Image der Stadt stärken und Schwerpunkte setzen.

Stefan Böker
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Claudia Thom, Bettina Eberhard, Kurt Schmid, Valentin Huber und Dorena Raggenbass (hintere Reihe) sowie Christine Forster, Decio Kishi Rufino de Oliveira, Nina Schläfli und Nicolas Jenni. Auf dem Bild fehlt Richard Tisserand.

Claudia Thom, Bettina Eberhard, Kurt Schmid, Valentin Huber und Dorena Raggenbass (hintere Reihe) sowie Christine Forster, Decio Kishi Rufino de Oliveira, Nina Schläfli und Nicolas Jenni. Auf dem Bild fehlt Richard Tisserand.

(Bild: PD)

Die Stadt Kreuzlingen kann sich einer quirligen Kulturszene rühmen. Ausstellungen, Kabarett, Kino, Konzerte, Tanzveranstaltungen, Theater und vieles mehr freuen sich über interessiertes Publikum. Mit der Kulturkommission hat der Stadtrat nun eine neue Expertengruppe ins Leben gerufen, die ihn in kulturpolitischen Fragen berät.

«Die Kommission soll in erster Linie bei der Klärung grosser, strategischer Fragen helfen»,

sagt Stadträtin Dorena Raggenbass. «Etwa, wie man Kultur pflegen und fördern und somit das Kreuzlinger Kulturprofil schärfen kann.» An oberster Stelle der Prioritätenliste steht die Entwicklung des Kulturzentrums im Schiesser-Areal.

Das Konzept ebnete den Weg für die Kommission

Neben längerfristigen Zielen soll die Kommission auch vernetzen. Sie besteht aus Vertretern der Politik, des Ausländerbeirats, des Kulturdachverbandes, von Bildungs­institutionen und der Thurgauer Kunstgesellschaft. «Ausserdem muss eine Künstlerin oder ein Künstler sowie eine jugendliche Person dabei sein», erklärt Raggenbass.

Das neunköpfige Gremium soll rund sechs Mal im Jahr tagen. Die Mitglieder werden vom Stadtrat gewählt oder bestätigt und auf vier, maximal acht Jahre in die Kommission eingesetzt. Bereits in dem im vergangenen April genehmigten Kulturkonzept hat der Stadtrat eine solche Kommission vorgeschlagen. Das Konzept legt unter anderem dar, warum die Ausgaben für Kultur steigen müssen, um den heutigen Ansprüchen gerecht zu werden. Es zeigt aber auch auf, dass es legitim ist, wenn Kreuzlingen nicht alle Aufgaben selbst finanziert, sondern Dritte miteinbezieht.

Ein Auge auf kleinere Förderbeiträge

Eine weitere Aufgabe wird es sein, Richtlinien für die Förderung kultureller Projekte und Veranstaltungen zu erarbeiten. «Bei grossen Projekten über 10000 Franken sind wir auf Feedback von Fachleuten angewiesen», sagt sie. Die neue Kulturkommission wird indes auch alle kleineren Förderbeiträge im Auge haben. Sie hat die Kompetenz, zusätzliche Fördermittel über das Departement Gesellschaft und über den Budgetprozess zu beantragen. Darunter fallen Beiträge an Vereine oder auch für einzelne Veranstaltungen.

Im Kulturkonzept ist überdies von «Monitoringaufgaben» die Rede. Das bedeutet, die Kommission kann überprüfen, ob Gelder am richtigen Ort eingesetzt werden oder nachfühlen, wo Bedarf besteht.

Mit ihren Aufgaben unterscheidet sich die Kultur- dabei von der Kunstkommission, welche seit über 40 Jahren erfolgreich wirkt. Diese soll weiterhin Kontakt zu Kunstschaffenden halten, diese fördern und Kunstprojekte im öffentlichen Raum durchführen sowie das Inventar der Stadt betreuen. «Die Kulturkommission wird das Rad nicht neu erfinden, aber uns die Arbeit erleichtern», meint Stadträtin Raggenbass. «Die städtische Kulturarbeit wird gestärkt.»