Personalproblem: Kreuzlinger Katholiken suchen einen Nachfolger für Pater Jan

Der Kirchenpräsident ist zuversichtlich, dass das Personalproblem bis Ende März gelöst werden kann.

Judith Schuck
Drucken
Teilen
Jan Walentek (links) und Marek Kluk sind 2017 nach Kreuzlingen gekommen.

Jan Walentek (links) und Marek Kluk sind 2017 nach Kreuzlingen gekommen.

(Bild: Reto Martin/4.4.2017)

Vor zwei Jahren erst fand die feierliche Amtseinführung des polnischen Redemptoristen Pater Jan Walentek als Nachfolger des umstrittenen Pfarreiadministrators Alois Jehle statt. Die Wogen glätteten sich, bis die Vorsteherschaft im November die Hiobs-Botschaft verkündete, dass Pater Jan die Gemeinde zu Ende Juli verlassen wird. Als Begründung hiess es, er könne es mit seinem Gewissen nicht vereinbaren, dass im Bistum Basel nun auch Laienprediger bei der Eucharistiefeier zugelassen würden.

Kirchgemeindepräsident Beat Krähenmann.

Kirchgemeindepräsident Beat Krähenmann.

(Bild: Donato Caspari)

Den Versammelten versprach der Vorstand an diesem Abend ein baldiges Infogespräch mit der Regionalverantwortlichen des Bistums Margrith Mühlebach, das aber bis heute nicht stattfand. «Von Seiten des Bistums liegt hier keine Verzögerung vor», bemerkt Beat Krähenmann dazu. Es sei eine missverständliche Formulierung seinerseits gewesen. «Frau Mühlebach hatte in ihrem Schreiben klar ausgedrückt, dass sie komme, wenn es etwas Neues zu kommunizieren gebe.»

Zwei Möglichkeiten zur Besetzung der Stelle

Diese Woche endete die Bewerbungsfrist. Bevor keine Entscheidung getroffen ist, gebe es keinen Bedarf für ein Gespräch, sagt Krähenmann. Die Kirchenvorsteherschaft stehe in gutem Austausch mit dem Bistum, das die Bewerbungen entgegennimmt.

«Ich gehe davon aus, dass wir bis Ende März eine Neubesetzung gefunden haben. Da bin ich sehr zuversichtlich.»

Dem Bistum sei es ein Anliegen, gut mit der Gemeinde zusammenzuarbeiten. «Sobald wir mehr Informationen haben, treten wir damit an die Öffentlichkeit», versichert der Kirchpräsident. Ausgeschrieben ist die Stelle als Pfarreiadministrator oder als Gemeindeleiter/in. Das liege daran, dass es zwei Möglichkeiten gebe, einen Pastoralraum zu führen. «Die eine Möglichkeit ist, dass ein Pastoralraumpriester die seelsorgerische sowie die Pfarreileitung übernimmt.» Diese sogenannte «ordentliche Führung» sei eine riesige Aufgabe.

Möglich sei aber auch die «ausserordentliche Leitung»: Hier teilen sich der Pastor und Pastoralraumpriester ihre Tätigkeiten. Umbau des Priesterhauses auf Eis gelegt Inzwischen ist die Baubewilligung für das 2,1 Millionen Franken Projekt der Sanierung des Priesterhaus Bernrain genehmigt. Mit dem Weggang der Redemptoristen ändert sich die Situation komplett.

«Der Umbau ist auf Eis gelegt, bis wir wissen, wie es weitergeht»,

so Krähenmann. Die Kirchgemeinde warte mit Spannung, aber Geduld auf das, was komme.