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Kreuzlinger haben die Wahl zwischen einer Pädagogin und einem Manager

Die beiden Kandidaten fürs Kreuzlinger Schulpräsidium, Seraina Perini und Markus Baiker, stellten sich am Podium im Dreispitz den Fragen von Moderator Edgar Sidamgrotzki und des Publikums.
Nicole D'Orazio
Diksussionsrunde auf der Bühne im Dreispitz: Die Kandidaten Seraina Perini und Markus Baiker stellen sich den Fragen von Moderator Edgar Sidamgrotzki (Mitte).

Diksussionsrunde auf der Bühne im Dreispitz: Die Kandidaten Seraina Perini und Markus Baiker stellen sich den Fragen von Moderator Edgar Sidamgrotzki (Mitte).

Sind Hausaufgaben heute noch zeitgemäss? Das wäre eine Frage, die Seraina Perini mit den Schulleitern bezüglich zeitgemässer Pädagogik diskutieren würde, sollte sie am 25. November als neue Schulpräsidentin von Kreuzlingen gewählt werden. «Ich finde es wichtig, auch für die Pädagogik ein Faible zu haben und in diesem Job nicht nur zu verwalten», meint die ausgebildete Lehrerin.

Ihr Gegenkandidat Markus Baiker hingegen hat keine pädagogische Ausbildung und würde sich daher bei fachlichen Fragen auf die Schulleiter als Experten verlassen. Er sieht das Amt als Manageraufgabe, womit für ihn die Prioritäten in der Führung und Verwaltung der Schule liegen. «Es ist nun ein sorgsamer Umgang mit den Mitteln angesagt», findet Baiker. «Die Ansprüche an die Schule werden schliesslich nicht kleiner und wir müssen mit allem haushälterisch umgehen.» Zudem sei es wichtig, den Spielraum bei den Vorgaben des Kantons auszuloten.

Reges Interesse an den Kandidaten

Rund 220 Personen verfolgen die Podiumsdiskussion am Mittwochabend im Dreispitz, welche von den Kreuzlinger Quartiervereinen organisiert wurde. Edgar Sidamgrotzki leitet das Gespräch. Die Situation in den Behörden ist nach dem vorzeitigen Rücktritt von René Zweifel im vergangenen Juli nicht einfach. Perini war bis 2013 selber Mitglied der Sekundarschulbehörde und würde sich auf eine erneute Zusammenarbeit mit den ehemaligen Kollegen freuen. «Diese war immer konstruktiv.

Wir hatten innerhalb der Behörde auch eine gute Streitkultur»,

sagt Perini. «Denn es ist nötig, auch mal mit harten Bandagen zu kämpfen. Jedoch immer, um eine Lösung zu finden, hinter der man stehen kann. Es geht schliesslich um die Schule.»

Baiker würde es sehr interessieren, als Präsident Einblick in alle Dossiers zu erhalten und die Lage nach der Affäre Zweifel zu analysieren und eventuell zu handeln. «Ich bin überzeugt, mit starken Leuten zusammenarbeiten zu dürfen.» Etwas, das Baiker gerne ändern würde, ist, dass bei den rund 30 Kommissionen überall der Schulpräsident zuoberst steht. «Das gibt viel zu tun für eine Person. Man müsste sich daher überlegen, was man zusammenführen könnte und wie wir die Schule vorwärts bringen.»

Zeitpunkt für eine Auslegeordnung

Auch Perini sieht den Stellenantritt als idealen Punkt für eine Auslegeordnung. «Ich bin überzeugt, dass es richtig ist, den Bereich Immobilien sowie die IT zu professionalisieren. Neue Strukturen in diesen grossen Bereichen wären gut.» Den Rest müsste man mit dem Team anschauen und definieren, wie es weitergehen solle und dann Entscheide fällen.

Bei den Fragen aus dem Publikum will ein Zuhörer wissen, über welche Kernkompetenzen ein Schulabgänger in zehn Jahren verfügen müsse, um im Markt zu bestehen. Baiker setzt auf die sprachlichen Fähigkeiten.

«Zudem ist es wichtig, dass man aus der Durchschnittsfalle herauskommt»,

sagt Baiker. Man müsse die Stärken der Kinder früh erkennen und fördern. Wenn die Schule dazu beitragen kann, dass jemand etwas erreichen will, sei das eine gute Sache. «Das Selbstvertrauen ist wesentlich wie auch ein kritischer Umgang mit Informationen», antwortet Perini. «Und natürlich das Handwerk: Gut lesen und schreiben können.»

Vermitteln, wie man mit der Digitalisierung umgeht

Bezüglich der Digitalisierung sind sich die Kandidaten einig, dass diese ein riesiges Thema ist und bleiben wird. «In allen Bereichen kommt man mit der digitalen Welt in Verbindung», sagt Baiker. «Es ist wichtig zu wissen, wie man damit umgehen muss.» Perini meint: «Die Mitarbeiter müssen den Schülern einen altersgerechten und kritischen Umgang vermitteln.» Auch die Eltern müsse man ins Boot holen.

Bei einer weiteren Frage aus dem Publikum sind sich die zwei ebenfalls einig: Sollte einer als Präsident der Primar- und der andere als Chef der Sekundarschule gewählt werden, würden sie auf das Teilzeitpensum verzichten. Entweder ganz oder gar nicht.

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