Kreuzlinger Gewerbe bietet Markus Baiker eine Plattform

Obwohl es zwei Kandidaten für das Schulpräsidium gibt, durfte sich am Donnerstag nur der parteilose Bewerber bei den Verbandsmitgliedern vorstellen. Er nutzte die Gelegenheit für gekonnte Werbung in eigener Sache.

Martina Eggenberger Lenz
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Markus Baiker stellt sich als Schulpräsidiumskandidat am Gewerbelunch Kreuzlingen vor. (Bild: Andrea Stalder)

Markus Baiker stellt sich als Schulpräsidiumskandidat am Gewerbelunch Kreuzlingen vor. (Bild: Andrea Stalder)

Der Kreuzlinger Gewerbeverband sorgt einmal mehr für Gesprächsstoff. Er bot am gestrigen Gewerbelunch dem parteilosen Markus Baiker die Gelegenheit, sich vor den versammelten Mitgliedern zu präsentieren. Das ist ein Privileg, denn seine Mitstreiterin Seraina Perini, FDP, wurde nicht eingeladen. Gewerbepräsident Andreas Haueter meinte jedoch gleich eingangs relativierend: «Markus Baiker ist heute da, weil ein anderer Referent kurzfristig abgesagt hat. Seine Anwesenheit darf noch nicht als Wahlempfehlung unsererseits interpretiert werden.»

Der Vorstand von Gewerbe Kreuzlingen wolle beiden Kandidaten noch an Hearings auf den Zahn fühlen und später eine Online-Befragung der Verbandsmitglieder zu den Kandidaten durchführen. «Erst dann werden wir eine Empfehlung aussprechen.»

Zwei Amtsperioden wären das Ziel

Markus Baiker betonte vor den Anwesenden, dass er «für eine Wahl» sorgen wolle. Mit 60 Jahren sei er zwar schon ein «alter Sack», er wolle jedoch im Falle einer Wahl zwei Amtsperioden im Präsidium wirken. Neben Lebenserfahrung bringt Baiker einen grossen beruflichen Leistungsausweis mit. Er war schon in mehreren Grosskonzernen in Führungspositionen tätig. Erst seit Mai arbeitet er bei Trend Micro, einem Spezialisten für IT-Security. Der Chef habe sich nicht gefreut, als er ihm gesagt habe, er wolle kandidieren. «Aber die Herausforderung liegt halt jetzt auf dem Tisch.»

Baiker hob die Engagements hervor, die er bereits auf sein Konto verbuchen kann: Präsident des Fantastical, Präsident der Emmishofer Narren, Präsident der Gewa und von Kreuzlingen Tourismus. Im Falle einer Wahl werde er Schritt für Schritt vorgehen und sich «schlau machen durch Fragen stellen». Um die von Jürg Schenkel festgesetzten Strukturen zu durchleuchten, würde Baiker auf externe Unterstützung setzen. Es gehe ihm darum, die Schule fit für die Zukunft zu machen und Strategisches und Operatives zu entflechten. Das will er alles zusammen mit der Behörde machen. Schliesslich sieht sich Baiker als Teamplayer. «Einer allein ist keiner», ist er überzeugt. Zu viel Zeit mit der Einarbeitung möchte der Kandidat ebenfalls nicht verplämpern: «Nach einem Jahr will ich den Laden verstehen.»

Auch Seraina Perini ist gewerbenah

Markus Baikers Gegenkandidatin hat zur Kenntnis genommen, dass er vor den Gewerbevertretern auftreten durfte. «Ich hätte das auch gerne gemacht.» Auch in ihrem Unterstützungskomitee würden viele Personen aus Unternehmerkreisen mitwirken, sagt sie auf Anfrage. Zum Beispiel bekennen sich Simone und Jürg Kocherhans, Cornelia Zecchinel, Monica Müller, Silvia Cornel oder Jacqueline und Klemenz Somm zu Seraina Perini. Auf ihrer Unterstützer-Liste finden sich zudem viele weitere prominente Namen aus verschiedenen Parteien. (meg)