Kreuzlinger Genossenschaftswohnen rückt in Reichweite

Gegen den Vorentscheid für das Projekt an der Rieslingstrasse gab es keine Einsprachen.

Kurt Peter
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So soll der Neubau an der Rieslingstrasse aussehen.

So soll der Neubau an der Rieslingstrasse aussehen. 

(Bild: PD)

«Es geht Schritt für Schritt voran», sagt Cyrill Huber, Präsident der Wohnbaugenossenschaft Region Kreuzlingen (WeBeGe). Das Projekt für das Mehrfamilienhaus mit Pavillon und Spielplatz an der Rieslingstrasse war bis 16. März als Vorentscheid aufgelegt, «und es gingen glücklicherweise keine Einsprachen ein».

Nun müsse die Baukommission über das Projekt entscheiden, aufgrund der momentanen Situation seien aber alle Sitzungstermine offen. Cyrill Huber hofft, dass noch dieses Jahr eine weitere Hürde genommen wird:

Cyrill Huber, Präsident der WeBeGe.

Cyrill Huber, Präsident der WeBeGe.

(Bild: PD)
«Der Gemeinderat muss über einen Baurechtsvertrag zwischen Stadt als Eigentümerin der Parzelle und der Genossenschaft abstimmen».

Dann erst folge das Baugesuch. Dieser Baurechtsvertrag liege vor und sei mit der Stadt abgesprochen. Es sei klar, dass für die Behandlung im Gemeinderat eine Botschaft vorliegen müssen, welche die Gemeinnützigkeit und die Finanzierung klar aufzeige.

Familien sind das Zielpublikum

Die WeBeGe sei Mitglied der Wohnbaugenossenschaft Ostschweiz und halte sich entsprechend an die Vorgaben. So stehe der geplante Pavillon, als Art offenem Unterstand, sowie der Spielplatz der gesamten Nachbarschaft zur Verfügung. Die Genossenschaft werde die Anlage natürlich betreuen.

Es sei das Ziel, den Spielplatz zwischen Riesling- und Weinstrasse in die neue Anlage zu integrieren und vor allem zu beleben. Denn im geplanten Gebäude sollen prioritär Familien eine Wohnung mieten. Deshalb sind in den neuen Plänen nur noch eine 2,5-Zimmerwohung auf dem Attikageschoss geplant, der Rest der insgesamt zwölf Einheiten sind 3,5- und 4,5-Zimmerwohnungen. Vor dem Baubeginn müssten aber der Baurechtsvertrag unterzeichnet und die Finanzierung gesichert sein.

Genossenschaft muss eine Million auftreiben

Die Stadt Kreuzlingen unterstütze das Vorhaben nicht nur durch den Baurechtsvertrag, sondern auch durch ein zinsloses Darlehen. Cyrill Huber schätzt die Investitionen auf fünf Millionen Franken, «davon muss die Genossenschaft eine Million Eigenmittel auftreiben». Der Genossenschafts-Präsident zeigt sich zuversichtlich, dass die Summe zusammenkommt.

«Die Rückmeldungen an diversen Veranstaltungen waren positiv, die Bereitschaft für Darlehen oder das Zeichnen von Anteilscheinen ist vorhanden».

Die Werbetrommel richtig aktiv rühren wolle die Genossenschaft aber erst, wenn alle Voraussetzungen für den Bau gegeben seien. Wie hoch die Mietzinsen für die Wohnungen ausfallen werden, sei noch nicht definiert. Allerdings gehe die Genossenschaft davon aus, dass sie zwischen 10 und 15 Prozent tiefer als vergleichbare Neubauwohnungen liegen dürften. «Wir sind nicht gewinnorientiert und die Erlöse aus den Mieten kommen der Liegenschaft zugute».

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Rahel Haag