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Kreuzlinger Gemeinderatswahlen: Blockbildung gegen links

SVP, FDP und CVP haben bei den Gemeinderatswahlen eine Listenverbindung geschmiedet. Die EVP bleibt bei den Bürgerlichen aussen vor. Sie will nicht mit den Polparteien zusammenspannen.
Urs Brüschweiler
SVP, FDP und CVP haben eine Listenverbindung, ebenso wie Freie Liste/Grüne mit Christian Forster. SP und EVP sind keine Allianz eingegangen. (Bild: Andrea Stalder)

SVP, FDP und CVP haben eine Listenverbindung, ebenso wie Freie Liste/Grüne mit Christian Forster. SP und EVP sind keine Allianz eingegangen. (Bild: Andrea Stalder)

Die Idee entstand beim Weihnachtsessen: eine grosse Allianz der bürgerlichen Parteien bei der Gemeinderatswahl am 31. März. Und so ist es auch gekommen: SVP, FDP und CVP sind eine Listenverbindung eingegangen.

Schaut man etwas in die Vergangenheit zurück, scheint das ein Novum zu sein. Zumindest 2007, 2011 und 2015 sucht man eine Blockbildung in solcher Grösse vergebens. SVP-Co-Präsident Fabian Neuweiler sagt, der Vorschlag sei von ihrer Seite aus gekommen.

«Der bürgerliche Block soll ermöglichen, dass die Restmandate bei uns bleiben.»

Auch wenn man natürlich erst am Schluss sehe, ob sich die Taktik wirklich auszahle. FDP-Fraktionschef Christian Brändli findet die Listenverbindung eine gute Sache.

«Es ist erfreulich, dass sich die SVP und die CVP zusammenraufen konnten. Hauptsache die Restmandate bleiben bürgerlich.»

Die Liberalen konnten bei den letzten Parlamentswahlen von ihrer Listenverbindung mit der EVP profitieren und erhielten den letzten der 40 Sitze zugesprochen.

Stärkung der bürgerlichen Kräfte

Eine Stärkung der bürgerlichen Kräfte sei das Ziel, das man mit der Listenverbindung verfolge, betont CVP-Fraktionschef Thomas Dufner. Gerade da sich die Fronten im Gemeinderat zuletzt etwas verhärtet und die Linken bei den letzten Wahlen zugelegt hätten, wolle man sicherstellen, dass die Restmandate im eigenen Lager bleiben. Die damit einhergehende Positionierung im bürgerlichen Kreis sei im Vorstand der CVP unbestritten gewesen, sagt Dufner.

Aussen vor bei der bürgerlichen Allianz bleibt diesmal die EVP. Sie führt bekanntlich eine Fraktionsgemeinschaft mit der FDP und war bei den vergangenen beiden Wahlen mit den Liberalen noch eine Listenverbindung eingegangen. Fraktionschef Thomas Leuch sagt, man habe sich als Partei der Mitte dagegen entschieden.

«Blockpolitik bringt uns nicht weiter.»

Für die FDP und die CVP wäre man offen gewesen. Konkret sei für die EVP aber eine Listenverbindung mit den Polparteien SP oder eben SVP nicht in Frage gekommen. «Auch wenn das ein kleines Risiko beinhaltet.»

Die Ratslinke zeigt sich unbeeindruckt

Die SP zeigt sich von der Listenverbindung im rechten Lager unbeeindruckt. «Es hat uns nicht überrascht», sagt Fraktionschef Ruedi Herzog. Das sei ein Abbild der bürgerlichen Allianz, die man im Ratsbetrieb in den letzten Monaten gespürt habe. Nur, dass die CVP auch mit im Boot sitze, sei so nicht direkt absehbar gewesen.

«Die politische Bandbreite von CVP, FDP und SVP ist doch recht gross.»

Für die Sozialdemokraten sei eine Listenverbindung kein Thema gewesen. «Wir machen unsere Politik eigenständig und ohne Rechenspiele.» Entsprechend habe man auch keine Gespräche geführt.

Ähnlich sieht es bei der Freien Liste/Grünen aus. «Das ist uns eigentlich egal», sagt Fraktionschef Daniel Moos. Die Freie Liste hat traditionell eine Listenverbindung mit Christian Forster (Rägebogä-Krüzlinge-Egelshofä). «Mit ihm haben wir politisch die grösste Schnittmenge.»

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