Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Kreuzlinger Gemeinderat ebnet Weg für zusätzliche Hortplätze

Kritische Voten zum Ausbau der Schule mit Tagesstruktur gab es einzig von der SVP. Die Bürgerlichen wollten höhere Tarife für Superreiche durchbringen - blieben aber chancenlos.
Martina Eggenberger Lenz
Impressionen aus dem Hort Bernegg in Kreuzlingen. (Bild: Reto Martin)

Impressionen aus dem Hort Bernegg in Kreuzlingen. (Bild: Reto Martin)

Die Erhöhung des Beitrages von 450000 auf 900000 Franken für die Erweiterung des Hortangebots stiess im Kreuzlinger Gemeinderat bei fast allen Fraktionen auf viel Wohlwollen. Christian Brändli, Präsident der vorberatenden Kommission, bemerkte eingangs, das Angebot sei vom eigenen Erfolg «komplett überrollt» worden. Der Bedarf für einen Ausbau sei ausgewiesen, das Gesamtpaket stimme. Aus Sicht der CVP handelt es sich bei der Botschaft um eine dringende Angelegenheit. Die Horte seien ein brennendes Thema für Familien, meinte Ramona Zülle. Barbara Jäggi, FDP, hob hervor, dass die Horte für die Stadt ein Standortvorteil seien. Fabienne Herzog, SP, prognostizierte, dass bald ein Viertel aller Schüler das Angebot in Anspruch nehmen wolle. Und Veronika Färber, Freie Liste, hielt fest: «Ein solches Angebot sollte heutzutage selbstverständlich sein.».

Zeitdruck spricht gegen Rückweisung

Kritischer sah das die SVP. Judith Ricklin stellte den Antrag, eine zusätzliche Tarifstufe für Superreiche einzuführen. Als Ratskollegen feststellten, dass die Legislative das nicht beschliessen könne, weil die Schule zuständig sei, machte Ricklin sich für eine Rückweisung der Botschaft stark. Es sei nicht gerecht, wenn die Einkommensschwächsten die Hortplätze für die Topverdiener mitfinanzieren müssten. Die SVP-Frau vertrat die Ansicht, dass Familien mit einem Einkommen über 250000 Franken einen kostendeckenden Tarif berappen müssten.

Auch wenn einige im Grundsatz Sympathien für die Überlegung hegten, so warnten sie vor den Folgen der zeitlichen Verzögerung, die eine Rückweisung zur Folge hätte. Auch seien die finanziellen Folgen der vorgeschlagenen Anpassung nicht vorhersehbar. Ricklins Antrag wurde mit 26 Nein zu 8 Ja klar abgelehnt. In der Schlussabstimmung über den Hort-Ausbau sagten die Fraktionen einstimmig Ja – mit Ausnahme der SVP, die nicht von ihrer Position abwich. Stadträtin Dorena Raggenbass machte deutlich, dass die zuständige Betriebskommission die Tarife jederzeit anpassen könne.

Der Rat segnete weiter das Budget 2019 der Technischen Betriebe ab. Alle Fraktionen waren dafür. Allerdings wurde auf Antrag der Finanz- und Rechnungsprüfungskommission der Planungskredit für eine neue Lagerhalle von 250000 auf 40000 Franken reduziert.

Im Gebiet Döbeli soll ein neuer Kunstrasenplatz gebaut werden. (Bild: Martina Eggenberger)

Im Gebiet Döbeli soll ein neuer Kunstrasenplatz gebaut werden. (Bild: Martina Eggenberger)

Kunstrasenplatz im Döbeli: Gemeinderat spielt den Ball zum Stimmvolk

Es war ein politischer Kantersieg für den Fussball. Die Vertreter der AS Calcio im Zuschauerbereich des Rathaus-Saales mussten zwar bis fast um 22 Uhr warten, dann konnten sie sich aber freuen und spendeten Applaus. Der Gemeinderat sagte am Donnerstagabend einstimmig Ja zum Kreditbegehren in Höhe von 2,85 Millionen Franken für die Erstellung eines Kunstrasenplatzes im Gebiet Döbeli. Jetzt sind die Stimmbürger am Zug: Am 10. Februar 2019 werden die Kreuzlinger Stimmbürger über die Vorlage befinden.

Quer durch alle Fraktionen fand das Vorhaben breite Zustimmung. FDP-Gemeinderat Christian Brändli, Präsident der vorberatenden Kommission, formulierte die Eckpunkte des Projekts. Dass es drei Jahre gedauert habe, bis die Botschaft vorlag, sei der komplexen Ausgangslage geschuldet im Gebiet Tägermoos, und den grenzüberschreitenden Besitzverhältnisse des dortigen Grundes.

846 Mitglieder hätten die beiden Kreuzlinger Fussballclubs gemeinsam. Der Bedarf für acht Plätze sei ausgewiesen, derzeit stünden in der Stadt aber nur sechs zur Verfügung. Dank eines ganzjährig nutzbaren neuen Kunstrasenplatzes würden aber künftig auch wieder Zeiten in den Turnhallen frei. So könnten auch viele andere Sportvereine profitieren. Die Jugend und den Sport wollten alle Gemeinderäte unterstützen. Viele unterstrichen auch die positive Wirkung in Sachen Integration. Einzig die Frage nach der Umwelt blieb ein Wermutstropfen. Persönlich finde sie es schrecklich, wenn man 7500 Quadratmeter Plastik in die Natur lege, sagte etwa SVP-Gemeinderätin Judith Ricklin. Doch die versprochenen ökologischen Ausgleichsmassnahmen, liessen sie trotzdem Ja sagen. Sie müssten dafür sorgen, dass der Schaden im Rahmen bleibe. (ubr)

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.