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Das Kreuzlinger «Open Place» ist ein heilsamer Ort

Zum 5-Jahr-Jubiläum des Begegnungszentrums kamen am Samstag viele Besucher.
Judith Schuck
Susanne Dschulnigg, Silvia Napo, Pfarrer Damian Brot und Arman Koktemir feiern zusammen das Jubiläum. (Bild: Judith Schuck)

Susanne Dschulnigg, Silvia Napo, Pfarrer Damian Brot und Arman Koktemir feiern zusammen das Jubiläum. (Bild: Judith Schuck)

So gut gefüllt sind die Bänke in der Kirche nicht immer. Pfarrer Damian Brot fand selbst nur in den hinteren Reihen einen Sitzplatz und hatte somit einen längeren Weg nach vorne für seine Grussworte: «Ich komme von hinten, weil vorne alles besetzt war. Aber so ist das bei uns im Open Place: Niemand ist immer vorne.» Das Team verstünde sich als Kirche, nicht im Sinne von einem Gebäude, sondern aus Menschen zusammengesetzt.

«Wir orientieren uns an dem evangelischen Leitbild, das wir vor ein paar Monaten verabschiedet haben.» Das Leitbild ist für alle gut leserlich auf zwei Tafeln aufgestellt, «wie die Zehn Gebote», fügt Brot an. Es hebt hervor, dass alle Menschen vor Gott gleich sind.

«Bei uns darf jeder beten, egal welcher Kultur oder Religion er angehört»,

so der Pfarrer. Auch unter den Jubiläumsgästen mischten sich die Kulturen und Alterklassen.

Diese Türen stehen allen offen

Die Idee für das Open Place stamme von seiner Frau, erzählte Brot zu den Anfängen: «Mach doch einen Ort der Begegnung, an dem alle Menschen so sein dürfen, wie sie sind. Auch Menschen, die anderswo ausgeschlossen sind», zitiert er sie. 2014 ging es dann los.

Durch den Verein «VerwertBar», der immer dienstags und freitags Lebensmittel gratis zur Verfügung stellt, die sonst von Läden oder Gastronomien weggeworfen würden, fanden immer mehr den Weg in die Bleichestrasse. Neben einem Café gibt es die Kreativwerkstatt, Suppen-Zmittag, Kleiderbörse oder Trommeln.

Im Zentrum steht aber sicher die Wärme und seelsorgerische Arbeit, welche die vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer in das Projekt stecken. Für dieses Engagement bedankte sich auch Stadtpräsident Thomas Niederberger im Namen des Stadtrats. Seit 5 Jahren finden nun Menschen in schwierigen Situationen hier einen Rückzugsort, an dem sie ihre Sorgen und Nöte teilen können.

Der Abgrund ist manchmal nah

Silvia Napo ist von Beginn an mit im Team: «Das Open Place ist ein Ort des Austausches. Manchmal tut das Zuhören auch weh.» Doch man lerne viel voneinander. «Unsere Arbeit ist so vielfältig wie ein bunter Blumenstrauss. Der Abgrund ist manchmal sehr nah, aber der Glaube und die Liebe gibt uns Hoffnung, dass es nie zu spät ist, die Situation zu verändern.»

Kommissionspräsidentin Susanne Dschulnigg moderierte die Feier, bei der die bewegenden Reden durch Tänze und Musikeinlagen aufgelockert und festlich begleitet wurden.

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