Kreuzlingen
«Wir sind nicht leise»: Das KIK-Festival feiert sein 20-jähriges Bestehen

Das Jubiläums-Festival des Kabaretts in Kreuzlingen, kurz KIK, bringt nach der Zwangspause im vergangenen Jahr 22 Abende auf verschiedene Bühnen. Programmleiter Micky Altdorf hat, wie er selbst sagt, «ein gutes Gefühl».

Kurt Peter
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Ursus und Nadeschkin treten gleich dreimal in Kreuzlingen auf.

Ursus und Nadeschkin treten gleich dreimal in Kreuzlingen auf.

Bild: PD

Das Programm ist mit 22 Abenden vollgepackt, das ist aber auf die chaotische Situation vom vergangenen Jahr zurückzuführen. «Viele Veranstaltungen musste verschoben oder abgesagt werden», sagt Micky Altdorf, Programmleiter des Kabaretts in Kreuzlingen (KIK). Es sei schwierig abzuschätzen, ob 22 Vorstellungen für Kreuzlingen nicht zu viel seien, aber «ich habe ein gutes Gefühl.» Und KIK biete eine interessante Mischung aus bekannten TV-Gesichtern und eher unbekannten Perlen. «20 Jahre KiK und kein bisschen leise», lautet das Motto.

Fast alle sind preisgekrönt

Das KIK-Jubiläumsfestival sei auch ein Euregio-Festival. Vertreterinnen und Vertreter des Genres «Kabarett» aus der Schweiz, aus Deutschland und aus Österreich treten auf, «was auch immer Publikum aus diesen Ländern nach Kreuzlingen bringt», sagt Micky Altdorf an der Medienkonferenz am Donnerstagnachmittag. Über 80 Prozent haben mindestens einen der drei renommierten Preise, Salzburger Stier, Deutscher Kleinkunstpreis oder Deutscher Kabarettpreis in der Tasche.

Der Programmleiter sieht sich die Programme vor einem möglichen Engagement immer an. Er sagt:

«Testkriterien sind Überraschung, Sprachwitz und Bühnenpräsenz. Ich will mit Haltung gut unterhalten werden.»
Micky Altdorf, Programmleiter des Festivals Kabarett in Kreuzlingen.

Micky Altdorf, Programmleiter des Festivals Kabarett in Kreuzlingen.

Bild: PD

Lustig und schräg darf es sein, hintergründig, provozierend. Er ist überzeugt, dass alle Veranstaltungen diese Bedingungen erfüllen.

Start mit Mostindien

Ein grosser Teil des Festivals findet im Theater an der Grenze statt. «Das wäre bei einer regulären Durchführung im vergangenen Jahr auch der Fall gewesen», sagt Altdorf. Er sei sich bewusst, dass das KIK hier «Sterbebegleitung» mache, da der Abbruch wahrscheinlich sei.

«Nicht nur ich liebe dieses Haus, auch die Künstler sind begeistert. Es ist einfach eine unbeschreibliche und unvergleichliche Atmosphäre.»

Die Auftaktveranstaltung zu Festival findet am Freitag, 1. Oktober, im Kulturzentrum Dreispitz statt. «Es ist unser inzwischen traditioneller Thurgauer Abend», sagt Altdorf. Mostindienslam heisst, dass mit Sven Hirsbrunner, Dominik Muheim, Jusef Selmann, Jan Rutishauser und Raphael Kaufmann Slamer mit Thurgauer Wurzeln auftreten. Den zweiten Teil des Abends wird Lara Stoll bestreiten.

Einzige Auftritte im Thurgau

Wenige sind es, die zum ersten Mal zum KIK-Festival kommen. «Rolf Miller war zwar schon in Kreuzlingen, am KIK selber aber noch nie.» Auch Timo Bomelino & Friedemann Weise feierten ihre Premiere. Auf das Duo freut sich Micky Altdorf bereits, denn «die bringen eine urkomische Mischung aus Comedy, Blödsinn und Kabarett auf die Bühne». Ursus und Nadeschkin kommen gleich dreimal ins Kulturzentrum Dreispitz. «Es sind die einzigen Auftritte im Thurgau, also schnell Tickets reservieren», rät der Programmleiter.

Micky Altdorf will keine Künstlerin oder Künstler speziell hervorheben. «Spannend werden sicher die Abende mit Simone Solga, Michael Krebs, Uta Köbernick & Christine Prayon, Uli Keuler und Sebastian Krämer». Und dann gibt es eine Reihe von Kabarettisten, die man gar nicht vorzustellen braucht: So etwa Lisa Eckhart, sie ist am 10. Dezember im Dreispitz zu sehen, Jochen Malmsheimer am 21. Januar 2022 im Theater an der Grenze, Urban Priol am 24. März im Dorfzentrum.

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