Kreuzlingen-Konstanz
Pianist übergibt an eine Geigerin: Das grenzüberschreitende Streichorchester Divertimento hat eine neue Präsidentin

Nach vier Jahren tritt Timon Altwegg als Präsident des grenzüberschreitenden Streichorchesters Divertimento zurück. Neu übernimmt das Amt die 45-jährige Eva Hofacker.

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Das grenzüberschreitende Streichorchester Divertimento bei einem Auftritt im Jahr 2017.

Das grenzüberschreitende Streichorchester Divertimento bei einem Auftritt im Jahr 2017.

Bild: PD

Vier Jahre lang hat sich Konzertpianist Timon Altwegg als Präsident für das grenzüberschreitende Streichorchester Kreuzlingen-Konstanz eingesetzt. Nun übernimmt Orchestermitglied Eva Hofacker seine Nachfolge.

Es war eine intensive, von personellem Wechsel und von der Pandemie geprägte Zeit, die der scheidende Präsident bestehen musste: Timon Altwegg konnte dank seiner guten Beziehungen sowohl als Musiker wie auch als Präsident der Gesellschaft für Musik und Literatur hervorragend ausgewiesene Musiker für das Orchester gewinnen: Mirco Capra als neuen Dirigenten und Geiger Nikos Ormanlidis als Konzertmeister. Doch durften aus bekannten Gründen im vergangenen Jahr keine Konzerte durchgeführt werden.

Geprobt wurde dennoch, wenn auch unter strengen Sicherheitsvorkehrungen. So besteht die Hoffnung, dass das Konzert zum 100. Geburtstag des in Kreuzlingen geborenen Schweizer Komponisten, Armin Schibler, (1920–1986), Ende November doch noch zur Aufführung kommt.

Neue Präsidentin spielt seit ihrer Kindheit Geige

Auch im Vorstand und bei der Geschäftsstelle kam es zu Wechseln. Es ist ein Glückfalls, dass mit Eva Hofacker eine kompetente Nachfolgerin fürs Präsidium gefunden werden konnte. Die 45-Jährige hat zwei Kinder und lebt mit ihrer Familie in Tägerwilen. Seit ihrer Kindheit spielt sie Geige und war als Geigerin bereits in verschiedenen Ensembles als geschätztes Mitglied tätig. Seit 2015 wirkt sie bei Divertimento mit.

Eva Hoffacker ist in Nürnberg geboren und aufgewachsen. Ein Studium der Rechtswissenschaften brachte sie nach Konstanz und an den Bodensee. Heute arbeitet sie als Personalleiterin im Herz-Neuro-Zentrum Bodensee. Sie sagt:

«Ich finde es toll und wichtig, dass es hier ein Orchester für Laienmusiker gibt, und das auch noch grenzüberschreitend.»
Eva Hofacker, neue Präsidentin des grenzüberschreitenden Streichorchesters Divertimento.

Eva Hofacker, neue Präsidentin des grenzüberschreitenden Streichorchesters Divertimento.

Bild: PD

Die Profis an den ersten Pulten würden das Niveau heben und die Laien mitziehen. Das sei wunderbar. Gerne bringe sie ihre organisatorischen und sonstigen für dieses Amt wichtigen Qualitäten ein. So ermögliche sie anderen Laienmusikern das Zusammenspiel und der Bevölkerung Freude an der Musik mit ihren Konzerten. «Ich freue mich, weitere spielbegeisterte Laien bei uns willkommen zu heissen.» (red)