Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Kreuzlingen: Es ist noch nicht lange her, da wurde man an der Grenze kontrolliert

Vor zehn Jahren ist die Schweiz dem Schengen-Abkommen beigetreten. Thomas Niederberger und Uli Burchardt erinnern an den für Kreuzlingen und Konstanz wichtigen Tag. Die Aufhebung der Grenzkontrollen hat die beiden Städte noch näher zusammen gebracht.
Nicole D'Orazio
Treffen auf der Kunstgrenze zwischen Kreuzlingen und Konstanz: Thomas Zehnder, Kommandant Grenzwachtregion II, der Kreuzlinger Stadtpräsident Thomas Niederberger, der Konstanzer Oberbürgermeister Uli Burchardt und Polizeioberrat Tobias Lehmann, Bundespolizeiinspektion Konstanz. (Bild: Nicole D'Orazio)

Treffen auf der Kunstgrenze zwischen Kreuzlingen und Konstanz: Thomas Zehnder, Kommandant Grenzwachtregion II, der Kreuzlinger Stadtpräsident Thomas Niederberger, der Konstanzer Oberbürgermeister Uli Burchardt und Polizeioberrat Tobias Lehmann, Bundespolizeiinspektion Konstanz. (Bild: Nicole D'Orazio)

Dass man über die Grenze nach Deutschland geht oder fährt ohne den Pass zeigen zu müssen, ist heute normal. Doch das ist erst seit zehn Jahren so. Am 12. Dezember 2008 hat die operative Zusammenarbeit der Schweiz und der EU im Rahmen der Sicherheits-, Visum- und Asylzusammenarbeit von Schengen und Dublin begonnen. Dies führte zur Aufhebung der Personenkontrollen an den Binnengrenzen des Schengenraums. Damit auch zwischen Kreuzlingen und Konstanz.

«Es ist gut, sich daran zu erinnern, warum die Grenzen heute offen sind», sagt der Konstanzer Oberbürgermeister Uli Burchardt am Mittwochmittag an einem Medientermin an der Kunstgrenze zwischen Kreuzlingen und Konstanz.

Er könne sich noch an die Zeit mit dem Grenzzaun erinnern und als dieser langsam abgebaut wurde. 1999 wurde damit angefangen. 2006 wurde dann der Zaun auf Klein Venedig entfernt und ein Jahr später an der selben Stelle die Kunstgrenze mit 22 Skulpturen eröffnet.

«Das war eine gute Entscheidung für Europa»,

meint Burchardt.

Es gab schon immer einen regen Grenzverkehr

«Die Grenze hatte für Kreuzlingen und Konstanz schon immer eine besondere Funktion», sagt Thomas Niederberger, Stadtpräsident von Kreuzlingen. «Die Städte sind eng zusammen gebaut und man hat schon immer zusammen gearbeitet.»

Schon vor 400 Jahren hat es einen regen Grenzverkehr gegeben. Dank eines speziellen Polizeivertrages mit Deutschland besteht schon lange eine enge Zusammenarbeit, die teilweise über den heutigen Vertrag hinausging. «Nicht nur politisch, sondern auch kulturell und gesellschaftlich», sagt Niederberger.

«Unsere Vorgänger – Stadtammann Josef Bieri und Oberbürgermeister Horst Frank – haben mit dem Abriss von Grenzzäunen den Weg geebnet und damit unsere gegenseitige Freundschaft und Verbundenheit symbolträchtig demonstriert»,

sagt Niederberger. Heute sei wieder so ein symbolträchtiger Tag. «Auch künftig haben wir grosses Interesse an einer Zusammenarbeit. Wir möchten sie fördern und ausbauen.»

Schweizer halfen armen Kindern

Burchardt erinnert sich, dass früher alle Konstanzer nach Kreuzlingen fuhren, um einzukaufen. Jetzt sei es halt umgekehrt. «Und die Kreuzlinger und der Kanton Thurgau waren Konstanz nach dem zweiten Weltkrieg sehr gute Nachbarn. 1948, als es in Konstanz an allem fehlte, holten sie dreimal in der Woche mehrere hundert deutsche Kinder zu sich zum Mittagessen und halfen, diese aufzupäppeln.»

«Das heutige Datum erinnert uns an den Gedanken hinter dem Schengen-Abkommen, den wir uns besonders mit Blick auf die aktuellen Ereignisse wieder bewusst machen sollten: Ein Leben in einem freien und sicheren Europa, in einem gemeinschaftlichen Europa ohne Grenzen», sagt Burchardt weiter.

«Das Schengen-Abkommen folgte in der Reihe der historischen Meilensteine: Sie stärkten unsere Beziehung auf allen Ebenen. Darauf dürfen wir stolz sein und darauf müssen wir auch in Zukunft Sorge tragen», meint Niederberger.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.