Kreuzlingens Wasserballer entthronen Lugano

Mit einem 12:10-Auswärtssieg gegen Titelverteidiger Lugano holt sich der SC Kreuzlingen seinen ersten Schweizer Meistertitel seit 2013. Im Palmarès der Thurgauer stehen nun neun Meisterpokale.

Matthias Hafen
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Die Kreuzlinger NLA-Wasserballer feiern im Lido di Lugano nach dem 12:10-Auswärtssieg den Schweizer Meistertitel. (Bild: Francesca Agosta/Ti-Press)

Die Kreuzlinger NLA-Wasserballer feiern im Lido di Lugano nach dem 12:10-Auswärtssieg den Schweizer Meistertitel. (Bild: Francesca Agosta/Ti-Press)

Die Zeit war reif – und der SC Kreuzlingen hat sie genutzt. Nachdem in der Saison zuvor Lugano noch eine Nummer zu gross gewesen war für die NLA-Wasserballer vom Bodensee haben sie den Spiess in diesem Jahr umgedreht. Der SCK entschied die Playoff-Finalserie gegen den Titelverteidiger und ewigen Rivalen aus dem Tessin mit 3:1-Siegen zu seinen Gunsten. Den letzten realisierten sie am Donnerstagabend auswärts. Damit ist der SCK zum neunten Mal Schweizer Meister, zum ersten Mal seit 2013.

Die entscheidende Differenz schufen die Gäste aus dem Thurgau im dritten Viertel, nachdem sie kurz vor der Halbzeitpause zum ersten Mal überhaupt in Führung gegangen waren. Das breiter besetzte Kader und den unbändigen Siegeswillen der Kreuzlinger machten den Unterschied aus.

Pablo Carballo traf auch im vierten Finalspiel zweimal und trug damit massgeblich zu Kreuzlingens Triumph bei. (Bild: Francesca Agosta/Ti-Press)

Pablo Carballo traf auch im vierten Finalspiel zweimal und trug damit massgeblich zu Kreuzlingens Triumph bei. (Bild: Francesca Agosta/Ti-Press)

Gegen Ende der Partie konnten einige Lugano-Spieler ihren Frust nicht mehr verbergen, was zu drei roten Karten gegen die Tessiner führte. Seitens des SCK musste Captain Robin Pleyer das Becken frühzeitig verlassen.

Bereits früher in dieser Saison hat Kreuzlingen den Schweizer Cup gegen Lugano gewonnen. Anfang Juni triumphierten die Thurgauer am Finalwochenende im heimischen Hörnli im Penaltyschiessen. Damit sind sie in diesem Jahr nun Double-Gewinner.

Lugano – Kreuzlingen 10:12 (4:3, 2:4, 1:3, 3:2)

Lido – SR Roman/Mudroch.
Lugano: Schmucki; Pagani (3 Tore), Dokic, Alfano (2), Goran Fiorentini, Cassina (2), Bortone, Deni Fiorentini (1), Deserti (2).
Kreuzlingen: Tramacera; Albers, Petrovic (4), Dudler (1), Geiser, Marc Herzog (1), Joel Herzog, Frei, Lotero (2), Buob, Pleyer (2), Carballo (2).
Bemerkungen: Kreuzlingen ohne Philipp Herzog (gesperrt), Lugano ohne Graziani (gesperrt). – Rote Karte gegen Dokic, Bortone, Deni Fiorentini (alle Lugano) und Pleyer (Kreuzlingen). Gelbe Karte gegen Kreuzlingen-Trainer Redder.

Playoff-Final (best of 5). Schlussstand: 1:3. – SC Kreuzlingen damit zum neunten Mal und zum ersten Mal seit 2013 wieder Schweizer Meister.