Kreuzlingen
«Ein solch unfaires Spiel habe ich noch nie gesehen»: Die Fans der Kreuzlinger Wasserballer sind nach der Niederlage schlecht auf die Luganesi und den Schiedsrichter zu sprechen

Die Emotionen gehen beim zweiten Spiel im Playoff-Final am Samstag in Kreuzlingen bei Spielern und Zuschauern hoch.

Manuela Olgiati
Drucken
Teilen
Die Zuschauer brauchen beim Spiel zwischen Kreuzlingen und Lugano gute Nerven.

Die Zuschauer brauchen beim Spiel zwischen Kreuzlingen und Lugano gute Nerven.

Bild: Manuela Olgiati

Mit sieben zu acht Toren verlieren die Kreuzlinger das erste Heimspiel in der Serie, nachdem sie das erste Aufeinandertreffen noch für sich entscheiden konnten. Die Zuschauer brauchen am Samstag in der Badi Hörnli starke Nerven. Max Wicker, der Präsident des SC Kreuzlingen, ist am Beckenrand mit Fahne und Glocke im Einsatz. Es hilft alles nichts.

Max Wicker, Präsident des SC Kreuzlingen.

Max Wicker, Präsident des SC Kreuzlingen.

Bild: Manuela Olgiati

Auch Goran Sablic, der Nationaltrainer Swiss Aquatics, sieht sich das Spiel an. Neben ihm diskutieren ehemalige Wasserballer. «Noch läuft es gut», sagt Roland Keller nach wenigen Spielminuten. «Die Kreuzlinger spielen gut, die Luganesi sind aggressiv», sagt später ein Zuschauer. Derweil beobachtet das Luganeser Vorstandsmitglied Thomas Bächtold konzentriert das Geschehen im Schwimmbecken.

Langjähriger Fan mag sich an nichts Vergleichbares erinnern

Ella Fuchs fant seit 70 Jahren für die Wasserballer. Schon als kleines Kind ging sie mit ihrem Vater zuschauen. Sie sagt: «Ein solch unfaires Spiel habe ich bisher noch nie gesehen.» Unfaires Verhalten kreidet auch Patrick Staub, der Vizepräsident des SC Kreuzlingen und Präsident der Supporter, der gegnerischen Mannschaft an.

Patrick Staub, Vizepräsident des SC Kreuzlingen.

Patrick Staub, Vizepräsident des SC Kreuzlingen.

Bild: Manuela Olgiati

Die Spieler des Lugano NSP ziehen am Schluss wortlos ab. Applaus gibt es für den besten Spieler des Tages bei den Kreuzlingern, Goalie Duje Jelovina.

Auf den Zuschauerrampen wird weiter diskutiert. Auch die Schiedsrichter stehen in der Kritik der Fans. Lynn Buob, die Trainerin der Frauen, schüttelt enttäuscht den Kopf. Präsident Wicker geht zum Rapport.

In der Serie steht es jetzt 1:1. Eine nächste Möglichkeit zur Revanche haben die Kreuzlinger am 27. Juli in Lugano, am 29. Juli stehen sich die beiden Mannschaften dann wieder in der Kreuzlinger Badi Hörnli gegenüber.

Aktuelle Nachrichten