Kreuzlingen
Ehepaar verkauft Spezialität aus seiner Heimat

Dawa und Sonam Yangtsang produzieren und verkaufen Momos. Dies ist eine Art Ravioli, eine Spezialität aus ihrer tibetischen Heimat. Im Moment läuft alles noch im kleinen Stil ab, meist sind es neugierige Kunden, die die Spezialität einmal probieren möchten.

Inka Grabowsky
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Dawa und Sonam Yangtsang mit dem neuen Dampfgarer, in dem sie die Momos zubereiten.

Dawa und Sonam Yangtsang mit dem neuen Dampfgarer, in dem sie die Momos zubereiten.

Bild: Inka Grabowsky

«In Tibet machen wir Momos für Gäste oder wenn ein Fest ansteht», erklärt Sonam Yangtsang, der 2009 in die Schweiz kam. Er spricht gut Deutsch und arbeitet als Altenpfleger, seine Frau Dawa jedoch kämpft noch mit der Sprache und ist deshalb viel zuhause. «Sie hat Zeit, die Teigtaschen zu machen - und sie macht sie besonders gut», sagt der Tibeter, der in Kreuzlingen wohnt.

Ein Bekannter aus Schaffhausen habe ihn auf die Idee gebracht, die handgemachten Momos zu verkaufen. «In seinem kleinen Restaurant laufen die Momos offenbar besonders gut.»

Vergleichbar mit italienischen Ravioli

Momos sind mit italienischen Ravioli vergleichbar. Man bereitet einen Teig aus Haushaltsmehl und Wasser und walzt ihn mit einem Rundholz zu handtellergrossen, millimeterdünnen Fladen aus. Die Kunst liegt in der richtigen Dosis Wasser. Der Teig soll homogen und nicht zu klebrig sein. «In Tibet füllt man die Pasta mit Fleisch, aber wir hier bieten sie nicht nur mit Rinderhackfleisch, sondern auch mit Gemüsefüllung an. In der Schweiz gibt es ja viele Vegetarier.»

Von Hand werden die Momos hergestellt.

Von Hand werden die Momos hergestellt.

Bild: PD

Anders als Ravioli werden Momos nicht zu Kissen ausgestanzt, sondern einzeln per Hand verschlossen. Ausserdem werden sie gedämpft, also rund eine Viertelstunde in heissem Dampf gegart.

Ein Flyer macht auf das Angebot aufmerksam

In den entsprechenden Topf haben Yantsangs investiert, ansonsten brauchten sie kein neues Zubehör. «Wir haben letzte Woche sehr klein angefangen», sagt Sonam. Nun also verkaufen sie die Momos gelegentlich an neugierige Kunden. Ein selbstgestalteter Flyer an der Tür des Mietshauses am Sonnenhof weist auf das Angebot hin. Unter ihren Bekannten aus der Sprachwerkstatt von Agathu haben sie erste Interessenten gefunden.

So sehen die fertigen Momos aus.

So sehen die fertigen Momos aus.

Bild: PD

Wer die tibetische Spezialität selbst einmal probieren möchte, kann die Teigtaschen Familie Yangtsang per Mail bestellen. Sie werden innerhalb einer halben Stunde jeweils vor dem Mittag und vor dem Abendessen frisch zubereitet. Acht Stück mit Salat und Sauce kosten 12,90 Franken.

Hinweis: Bestellungen der Momos unter yangtsang07@gmail.com