Wasserball
Überraschung im Playoff-Final: Kreuzlingen düpiert zum Auftakt Qualisieger Lugano

Der SC Kreuzlingen gewinnt das erste Spiel der Best-of-5-Finalserie am Donnerstagabend in Lugano 8:7. Der Dreitorevorsprung aus dem Startviertel schmilzt bis zum Schluss dahin, doch rettet Pablo Carballo dem Titelverteidiger den Sieg mit dem allerletzten Treffer der Partie.

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Veit Albers (weisse Mütze, hier im Halbfinal gegen Carouge) und der SCK realisierten auf Anhieb das Break.

Veit Albers (weisse Mütze, hier im Halbfinal gegen Carouge) und der SCK realisierten auf Anhieb das Break.

Mario Gaccioli (13. Juli 2021)

Der Titelverteidiger SC Kreuzlingen zeigte von Beginn weg, dass er in der Playoff-Finalserie gegen den Qualifikationssieger Lugano bereit ist. 3:0 lautete der Spielstand nach dem ersten Viertel des Auftaktspiels im Tessin – zu Gunsten der Gäste wohlgemerkt. Lugano war komplett überfordert mit dem Tempo der Kreuzlinger. Ganz gemächlich stellten sich die favorisierten Luganesi vor dem SCK-Tor auf und passten fast schon monoton den Ball hin und her. Kamen sie zum Abschluss, war Duje Jelovina zur Stelle. Kreuzlingens kroatischer Torhüter zeigte eine starke Partie und war der Rückhalt, den eine Mannschaft in der wichtigsten Phase der Saison braucht.

Im zweiten Viertel hielt Kreuzlingen das Tempo weiter hoch. Doch Lugano fand besser ins Spiel. Der SCK verpasste es, den Vorsprung auszubauen und so ging es mit einem Zwischenstand von 5:2 in die Halbzeitpause.

Lugano macht den Rückstand wieder wett

War das Tempo der Kreuzlinger am Anfang gar zu hoch? Zu einem Gegner, der vor heimischem Publikum nun aufdrehte, kamen bei den Gästen vom Bodensee immer mehr Fouls mit Zeitstrafen hinzu. Captain Robin Pleyer beendete seinen Einsatz mit drei Zeitstrafen vorzeitig. Der SCK zahlte nun Tribut für sein kräfteraubendes, intensives Spiel. Die Tessiner ihrerseits fanden bis ins vierte Viertel kein effektives Gegenmittel gegen eine junge Thurgauer Equipe, die kämpfend den Vorsprung über die Zeit zu retten versuchte. Das Spiel war nun komplett offen. Tor um Tor kämpfte sich Lugano heran, bis dem Heimteam 42 Sekunden vor Ende der 7:7-Ausgleich glückte. Nur noch ein Angriff blieb den Kreuzlingern, um eine Verlängerung abzuwenden. Tatsächlich versenkte Pablo Carballo den Ball zum 8:7-Schlussstand im Tor. Die Überraschung zum Finalauftakt war perfekt.

Am Samstag im Hörnli 600 Zuschauer zugelassen

In Folge der anhaltenden Restriktionen der Coronapandemie ist es dem SC Kreuzlingen im ersten Finalheimspiel am Samstag um 20.30 Uhr im Hörnli gestattet, vor 600 Zuschauern zu spielen. Wer sich die Entscheidung im Kampf um die Schweizer Meisterschaft nicht entgehen lassen will, wird gebeten sich auf der Vereinshomepage des SCK anzumelden. Sollten vor Spielbeginn noch Plätze frei sein, werden diese an der Abendkasse nach dem Prinzip «First come, first serve» vergeben.