Kreuzlingen: Die Feldwachtel ersetzt die Eule

In den Tierpark am Bodensee ziehen ab dem nächsten Frühling neue Vögel ein. Zudem erhalten die Volieren eine Umgestaltung.

Sarina Kihm
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Elmar Raschle zeigt die Voliere, die umgestaltet wird.

Elmar Raschle zeigt die Voliere, die umgestaltet wird.

(Bild: Sarina Kihm)

Im Kreuzlinger Tierpark erhält der östliche Teil der Vogelvolieren eine Umgestaltung. Zudem sollen neue Vogelarten, wie der Fichtenkreuzschnabel, der Birkenzeisig oder die Feldwachtel einziehen.

Die Eulen, die bis jetzt in der Voliere lebten, haben im Greifvogelpark Buchs in St. Gallen eine neue Heimat gefunden. Denn die Eulenhaltung wurde wegen des grossen Pflegeaufwands und der hohen Unterhaltskosten nicht mehr weiterverfolgt. Elmar Raschle sagt:

«Für die Haltung von Eulen braucht es einen grossen Einsatz, der nicht mit dem Ertrag übereinstimmt.»

Das Futter sei speziell für junge Eulen ziemlich teuer, da sie verschiedene Tiere, wie Babymäuse oder Heuschrecken zu fressen bekommen. Zudem hätten Besucher die Eulen oftmals gar nicht sehen können, da die Tiere nachtaktiv sind.

Schon seit längerer Zeit machte sich der Vorstand Überlegungen, wie er die Voliere interessanter gestalten könnte. Bei einem Besuch im Tierpark Lange Erle in Basel wurde eine Voliere entdeckt, die den Mitarbeitern gefiel. Rasch wurde für die Eulen nach einem passenden Ort gesucht. Auch für einen Kauz und ein Rebhuhn konnte ein neuer Platz gefunden werden. Sie lebten in der gleichen Voliere wie die Eulen, jedoch in Einzelhaltung. «Das ist nicht optimal.»

Dank Umbau erhalten Besucher eine bessere Sicht

An der vergangenen Vorstandssitzung wurde die Umgestaltung bewilligt.

«Wir werden die Vogelvolieren vor allem im Innenbereich optimieren. Durch die Änderung können unsere Besucher die unterschiedlichen Vögel besser sehen.»

Gleichzeitig werde auch auf eine Rückzugsmöglichkeit der Vögel geachtet. Von aussen sei die Änderung nicht gross: «Besucher, die häufig vorbeikommen, werden die Unterschiede aber sofort bemerken.»

Bei der Umgestaltung arbeitet der Tierpark mit Daniel Appert von der Stadtgärtnerei zusammen. Er sorgt für die Pflanzenauswahl. Für die Auswahl der Vogelarten ist Marco Fluri zuständig. Durch seine 20-jährige Erfahrung mit heimischen Vogelarten unterstützt er die Tierparkmitarbeiter. Er weiss ganz genau, welche Vogelarten zusammen untergebracht werden können.

Schon jetzt gibt es einige neue Arten im bestehenden Teil der Volieren zu beobachten. Weitere folgen noch. Ziel sei es, im Frühling mit der Umgestaltung des neuen zu Hauses fertig zu sein.

«Es wäre perfekt, wenn die Vögel dann einziehen könnten, denn ab Mitte März beginnt die Brutzeit.»

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