Kreuzlingen
Das Symphonische Blasorchester wagt nach Corona einen Neustart

Das Symphonische Blasorchester Kreuzlingen hat in der Aula der Pädagogischen Maturitätsschule konzertiert. Unterstützt wurde es vom spanischen Solisten Jordi Bertran-Sastre.

Manuela Olgiati
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Die Musiker des Symphonischen Blasorchesters Kreuzlingen.

Die Musiker des Symphonischen Blasorchesters Kreuzlingen.

Bild: Manuela Olgiati

Das Symphonische Blasorchester (SBO) Kreuzlingen spielt virtuos. Das Orchester musiziert mit seinem Symphonia-Classic-Programm zusammen mit dem Solisten Jordi Bertran-Sastre in der Aula der Pädagogischen Maturitätsschule Kreuzlingen. Das Werk «El Bosque Magico» interpretiert der spanische Oboen-Virtuose Bertran-Sastre mit romantischen Melodien. Dazu bildet das grosse Orchester einen emotionalen Klangkörper.

Dem Solokonzert vorangestellt sind die beiden Werke «Revived» des Niederländers Christiaan Janssen und «Variations on America» vom erst 17-jährigen Komponisten Charles Ives. Während der US-Amerikaner Ives in fünf abwechslungsreichen Variationen der Hymne «America – My Country, 'Tis of Thee» alle Register zieht, steht «Revived» für den Moment der Wiederbelebung der Bläsermusik nach der Coronazeit. Christian Schärer, Präsident des SBO, sagt denn aus:

«Diese Symphonia Classic bedeutet für das SBO wirklich ein Neustart.»
Christian Schärer, Präsident des Symphonischen Blasorchersters Kreuzlingen.

Christian Schärer, Präsident des Symphonischen Blasorchersters Kreuzlingen.

Bild: Manuela Olgiati

Nur vier bis fünf Berufsmusiker

Harmonisch gestaltet sich der zweite Teil des Konzertprogramms. Gefühlvoll interpretiert das SBO die Symphonie die «Armenischen Tänze» von Alfred Reed und von Philip Sparkes das «Dance Movements» in vier Sätzen. Tanzinspiriert ohne spezielle Rhythmen, dafür im zweiten Satz mit den Holzbläsern und im dritten Satz die Blechbläser als Solopart.

«Es ist für uns eine Ehre, in Kreuzlingen aufzutreten», sagt der musikalische Leiter Stefan Roth fast am Schluss des Konzertes zu den rund 80 Zuhörerinnen und Zuhörern im Saal. Roth erwähnt, dass im Orchester vier bis fünf Berufsmusiker die Register ergänzen.

«Die meisten der 75 Musikerinnen und Musiker spielen ihre Instrumente in der Freizeit als Hobby.»

Dafür auf sehr hohem Niveau. Das bedeute viele Proben, bis einzelne Passagen sitzen. Bekannt ist auch, dass das SBO Kreuzlingen zu den führenden symphonischen Blasorchestern der Schweiz gehört. Mit viel Applaus bedankt sich das Publikum und es wird mit einer Zugabe beschenkt.