Kraft und Tiere kehren an den Ort zurück: Am Ekkharthof gewinnt nach den jahrelangen Bauarbeiten die Natur wieder die Oberhand

Pfarrer Timo Garthe segnete das nach dem Bauprojekt wieder aufblühende Ekkharthof-Gelände in Lengwil.

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Ueli Liniger (links im Bild), seit über 30 Jahren Gärtner am Ekkharthof, erklärt anlässlich der Einweihung des Ekkharthof-Geländes dessen Besonderheiten.

Ueli Liniger (links im Bild), seit über 30 Jahren Gärtner am Ekkharthof, erklärt anlässlich der Einweihung des Ekkharthof-Geländes dessen Besonderheiten.

(Bild: PD/Klaus Stickl, Ekkharthof)

(red) Vor vier Jahren musste auf dem Ekkharthof-Gelände Platz für einen Neubau geschaffen werden. Viele teilweise sehr alte Bäume wurden gefällt, Tiere verloren ihren Unterschlupf, Erdmassen wurden bewegt und Wege abgerissen. Die Landschaft rund um den Ekkharthof glich während der Bauphase einer Mondlandschaft.

Inzwischen ist das Bauprojekt abgeschlossen und das Leben kehrt langsam wieder auf das Gelände zurück. Ein regionales Gartenbauunternehmen hat in den vergangenen Monaten neue Bäume und Sträucher gepflanzt, viele Flächen begrünt sowie Wege und Blumenbeete angelegt. Diese Massnahmen führten dazu, dass Tiere den Weg zurückgefunden haben.

Die Veränderung dieses für alle so wichtigen Lebensraumes verlangte nach einer Segnung. Deshalb trafen sich vergangene Woche Mitarbeitende und Bewohner zu einem Geländerundgang mit anschliessender Segensfeier.

«Die Kraftorte und Elementarwesen am Ekkharthof haben durch den Umbau stark gelitten und an Kraft verloren. Wir können sie stärken, indem wir immer beim Vorbeigehen an sie denken.»

So erklärt es Ueli Liniger auf dem von ihm geführten Geländerundgang. Seit über 30 Jahren ist er als Gärtner am Ekkharthof tätig und beschäftigt sich seit einigen Jahren mit Kraftorten und Naturwesen auf dem Gelände.

Zusammen mit Helmut Sallinger, einem Geomanten aus der Region, hat er kürzlich das Gelände analysiert und einen Plan mit wichtigen Orten rund um die Rüteli- und Leuchestrasse erarbeitet. Naturwesen sind dort, wo die Wildnis herrscht Beim Lindenplatz neben dem Schulhaus angekommen, erklärt Ueli Liniger, dass man Naturwesen oft dort findet, wo man nicht in die Natur eingreift und Wildnis belässt.

Weiter berichtet er von Punkten mit besonderem Bezug zur mütterlichen Kraft der Erde, von denen es am Ekkharthof zwei gibt und die der Erholung fördernd sind. Ein solcher Punkt befindet sich im Garten der Wohngruppe Georg, direkt unter dem Rosenbogen, bei der Ruhebank. Setzt man sich dorthin, nimmt die Erdmutter dem Ruhesuchenden die Nervosität, sodass er innerlich still wird und dadurch neue Kraft für den Alltag tanken kann. Einziger durch Menschenhand entstandener Kraftort auf dem Rundgang ist das Buchsbaum-Labyrinth auf dem Erlebnispfad des Ekkharthofs.

Zum Schluss des Rundgangs segnete der Dorfpfarrer Timo Garthe das Ekkharthof-Gelände mit Gottes Segen. Carola Gerhard, Pfarrerin der Christengemeinschaft Kreuzlingen-Konstanz, las zum Abschluss den Grundsteinspruch vor, um in Erinnerung zu rufen, was den Ort und die Gemeinschaft am Ekkharthof durchstrahlen soll.

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