Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

Kradolfer Judoka gewinnt Bronze an Veteranen-WM

Hans Nessensohn gehört weltweit zu den besten seiner Kategorie. In Marrakesch ist ihm allerdings ein Lapsus passiert.
Christof Lampart
Hans Nessensohn kehrt mit Bronze von der Veteranen-Judo-WM zurück. (Bild: pd)

Hans Nessensohn kehrt mit Bronze von der Veteranen-Judo-WM zurück. (Bild: pd)

Der Kradolfer Spitzen-Judoka Hans Nessensohn musste an der Veteranen-Judo-WM in Marrakesch Lehrgeld zahlen. Zwar kehrte er mit Bronze zurück – doch hatte er zuvor durch eigene Unachtsamkeit leichtfertig seine Titelchance vergeben.

Rückblende: An den Europameisterschaften in Las Palmas gewann der 65-Jährige Ende Juli souverän Gold. Auf dem Weg zum Titel pflügte er sich durchs Feld und besiegte auch den Spanier Vincente Ramos.

Aus Unachtsamkeit den Kampf verloren

Die Form stimmte auch am 10. Oktober, als er in Marrakesch zuversichtlich zum Welt-Championat in der Kategorie M 8 (60 Kilo, 65 bis 69 Jahre) antrat. Die Zuversicht war angebracht, zumal er als Europameister in der ersten Runde ein Freilos genoss und so Kräfte sparen konnte. Hinzu kam, dass er in der zweiten Runde wieder auf Ramos traf. Doch diesmal kam es anders: Hans Nessensohn verlor den Kampf aus Unachtsamkeit.

«Ramos und ich hatten zu Beginn beide einen Angriff gestartet, der für beide eine Wertung hätte geben können», sagt er. Als er zum Schiedsrichtertisch schaute, um nachzusehen, wer die Wertung erhalten hatte, sah er, dass er ein «Waziri», also die Wertung, erhalten hatte. «Da wusste ich, dass ich den Kampf nur noch abwartend zu Ende bringen musste – und das gelang mir problemlos. Nur hatte ich nicht gewonnen.» Was war passiert?

«Ich habe mich geärgert»

Kurz, nachdem Nessensohn gesehen hatte, dass ihm das «Waziri» gutgeschrieben worden war, wurde sein «Waziri» wieder gelöscht und dem Gegner gutgeschrieben. Nessensohn blickte jedoch nicht mehr zu Schiedsrichtertisch, sondern kämpfte passiv-abwartend. Als der Kampf zu Ende war, dachte Hans Nessensohn, dass er ihn gewonnen hätte – bis er realisierte, welche Stunde ihm unter Afrikas Sonne soeben geschlagen hatte. «Ich habe mich geärgert.» Trotzdem holte er sich noch Bronze. Und er betont, dass das Video gezeigt habe, dass Ramos zurecht das «Waziri» erhalten hatte.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.