Kradolf-Schönenbergs Steuerfuss bleibt unter 60 Prozent

Die Gemeindeversammlung von Kradolf-Schönenberg genehmigte in Neukirch an der Thur das Budget 2020 und ein Kreditbegehren von 185'000 Franken.

Georg Stelzner
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Gemeindepräsident Heinz Keller ehrt Ursula Kessler für ihre 15-jährige Zugehörigkeit zum Gemeinderat Kradolf-Schönenberg. (Bild: Georg Stelzner)

Gemeindepräsident Heinz Keller ehrt Ursula Kessler für ihre 15-jährige Zugehörigkeit zum Gemeinderat Kradolf-Schönenberg. (Bild: Georg Stelzner)

Leichtes Spiel hatte der Gemeinderat Kradolf-Schönenberg am Montagabend an der von 110 Stimmberechtigten (rund 5 Prozent) besuchten Gemeindeversammlung. Alle Anträge wurden oppositionslos gutgeheissen, lediglich bei den beiden Einbürgerungsgesuchen gab es einige wenige Gegenstimmen.

Weniger Aufwand und weniger Ertrag

Gemeindepräsident Heinz Keller wies bei der Vorstellung des Budgets auf die wichtigsten Zahlen hin. So sei davon auszugehen, dass Aufwand und Ertrag im nächsten Jahr sinken werden. Die erwarteten Steuereinnahmen bezifferte Keller mit netto 3,45 Millionen Franken, was im Vergleich zum Budget 2019 um 20'000 Franken mehr ist.

Der Gemeindepräsident gab zu bedenken, dass die Kosten in den Bereichen Gesundheit und Soziales nur schwer zu prognostizieren seien. Bei den Prämienverbilligungen rechne man mit einem Mehraufwand von 40'000 Franken, für die Spitex seien 20'000 Franken mehr budgetiert als 2019. «Asylbewerber sind unserer Gemeinde im Moment aber keine zugewiesen», gab Keller bekannt.

Bezüglich der Investitionen bis ins Jahr 2024 betonte Keller die Notwendigkeit, die kommunale Infrastruktur à jour zu halten. So gelte es, die Versorgungssicherheit zu erhalten und auszubauen – dies bei einem gleichbleibenden Steuerfuss von 59 Prozent.

Defizite dank Eigenkapital verkraftbar

Das Budget 2020 der Erfolgsrechnung weist ein Defizit von 325'000 Franken aus, jenes der Investitionsrechnung steht mit einem Nettobetrag von 1,38 Millionen Franken zu Buche. Keller geht davon aus, dass die in den nächsten Jahren zu erwartenden Verluste mit dem Eigenkapital (derzeit rund 2,3 Millionen Franken) auszugleichen sind.  

Für die Sanierung und Verstärkung der Wasserleitungen in der Kanzlei- und in der Obstgartenstrasse in Schönenberg bewilligten die Stimmbürger 185'000 Franken. Max Staub, der für das Ressort Werkbetriebe zuständige Gemeinderat, hatte die Dringlichkeit dieser Massnahmen betont: «Es kommt dort immer wieder zu Wasserrohrbrüchen und die Hausanschlüsse sind veraltet.»