«Köby hat als Politiker die Verbindung zur Basis nie verloren»: Kradolf-Schönenberg lud zur Wahlfeier für Jakob Stark

In der Mehrzweckhalle von Kradolf liessen Einwohner der Gemeinde Kradolf-Schönenberg und Gäste den neugewählten Ständerat aus Buhwil hochleben.

Georg Stelzner
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Jakob Stark und die Festgäste in Erwartung des Thurgauerliedes. (Bild: Andrea Stalder)

Jakob Stark und die Festgäste in Erwartung des Thurgauerliedes. (Bild: Andrea Stalder)

Die Gemeinde Kradolf-Schönenberg hat schon mehrere denkwürdige Wahlfeiern erlebt. Am Freitagabend gelingt aber der Vorstoss in eine neue Dimension. Noch nie hat sich in der Kradolfer Mehrzweckhalle so viel Prominenz aus Politik und Wirtschaft eingefunden, um auf einen Wahlsieger anzustossen.

Einheimische Vereine gestalten die Feier

Es ist aber ganz im Sinne von Jakob Stark, dem neuen Thurgauer Ständerat, dass an diesem Fest auch die Bevölkerung teilnimmt. Jeden einzelnen Gast begrüsst Köby, wie er fast ausschliesslich genannt wird, mit Handschlag. Er nimmt sich auch immer wieder Zeit für persönliche Worte und bringt dadurch den Zeitplan ins Wanken. Coni Stark, Ehefrau von Jakob Stark, sagt:

«Ich glaube nicht, dass sich in unserem Leben etwas ändern wird.»

Vereine aus der Gemeinde bringen durch ihr Mitwirken ihre Wertschätzung gegenüber dem Wahlsieger zum Ausdruck. Die GAB (Genossenschaft attraktives Buhwil) und der Landfrauenverein Buhwil-Neukirch-Schweizersholz sorgen für die Verpflegung der rund 400 Gäste, der MV Kradolf-Schönenberg, der Jodelclub Klein Rigi, der Männerchor AachThurLand und der Sängerbund am Nollen liefern die passende musikalische Umrahmung.

Vorschusslorbeeren für den Gewählten

In den Ansprachen werden vor allem das politische Talent und die Volksverbundenheit Starks anerkennend hervorgehoben. «Du bist einer von uns, ein Mann des Volkes!», sagt Max Arnold, der Präsident des Wahlkomitees.

Ein emotionaler Moment: Jakob Stark kann am Eingang der Kradolfer Mehrzweckhalle seinen Vater Hans begrüssen. (Bild: Andrea Stalder)

Ein emotionaler Moment: Jakob Stark kann am Eingang der Kradolfer Mehrzweckhalle seinen Vater Hans begrüssen. (Bild: Andrea Stalder)

Gemeindepräsident Heinz Keller erinnert an die prägende Rolle Starks als Gründervater und Gemeindeammann von Kradolf-Schönenberg, und Regierungsrat Walter Schönholzer verweist auf seine langjährige Freundschaft mit Jakob Stark: «Wir sind in Augendistanz aufgewachsen und kennen uns schon das ganze Leben.»

Nationalräte unter den Gratulanten

Fünf der am 20. Oktober gewählten Nationalräte aus dem Thurgau melden sich ebenfalls zu Wort. Sie wünschen dem neuen Ständerat für die Aufgabe in Bern Ausdauer und Standhaftigkeit, aber auch Humor. Heinz Keller, Gemeindepräsident von Kradolf-Schönenberg, sagt:

«Köby hat als Politiker die Verbindung zur Basis nie verloren.»

Einen humoristischen Beitrag liefert Hansruedi Fischer, der einstige Mentor in Starks journalistischer Karriere, als er den Wahlerfolg so beschreibt: «De Köby hät de Tauchgang im absolute Meer schadlos öberstande, und er isch trotz Konkurrenz nöd abtröchnet worde.»

Am Ende ist klar: Kradolf-Schönenberg ist endgültig das politische Epizentrum im Kanton Thurgau.