Raiffeisenbanken Zihlschlacht-Muolen-Bischofszell und Amriswil-Dozwil-Sommeri schliessen sich zusammen

Durch diesen Schritt sollen das Marktpotenzial und die Konkurrenzfähigkeit gesteigert werden. Die bessere Nutzung von Synergien eröffne die Chance, neue Geschäftsfelder zu erschliessen und die Positionierung zu stärken, wird seitens der beiden Verwaltungsräte argumentiert.

(red/st)
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Die Filiale der Raiffeisenbank Amriswil-Dozwil-Sommeri an der Kirchstrasse in Amriswil.

Die Filiale der Raiffeisenbank Amriswil-Dozwil-Sommeri an der Kirchstrasse in Amriswil.

Bild: Manuel Nagel

Die beiden Raiffeisenbanken wiesen in den letzten Jahren sowohl bei der Bilanzsumme als auch bei den Mitgliederzahlen sehr gute Wachstumsraten auf. Sie stehen jedoch vor grossen Herausforderungen wie der Zunahme der gesetzlichen Anforderungen, dem starkem Wettbewerbsdruck, hohen Investitionen aufgrund der rasanten Entwicklung auf dem Gebiet der Bankentechnologie und dem steigenden Kostendruck.

Für einen Zusammenschluss der beiden Nachbarbanken im Oberthurgau spricht nach Ansicht der beiden Verwaltungsräte auch die Tatsache, dass sich die Geschäftskreise der beiden Raiffeisenbanken optimal ergänzen.

Bankstellen sollen erhalten bleiben

Aus diesen Gründen haben die Verwaltungsräte der Raiffeisenbank Zihlschlacht-Muolen- Bischofszell und der Raiffeisenbank Amriswil-Dozwil-Som- meri beschlossen, den Weg in Zukunft gemeinsam zu gehen.

Die Verwaltungsräte sind überzeugt, dass mit dem partnerschaftlichen Zusammenschluss den grossen Herausforderungen erfolgreich begegnet werden kann.

«Wir werden auch weiterhin lokal verankert sein, die Nähe zu den Kundinnen und Kunden beibehalten und keine Geschäftsstelle schliessen», führt Marcel Vontobel, Verwaltungsratspräsident der Raiffeisenbank Zihlschlacht-Muolen- Bischofszell, aus.

Kein Stellenabbau geplant

Sämtliche Dienstleistungen in den heutigen vier Bankstellen in Bischofszell, Muolen und Amriswil werden weiterhin angeboten. Auch für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wird wird sich nicht viel ändern. «Ein Stellenabbau im Zuge des angedachten Zusammenschlusses ist kein Thema», versichert Roland Schneeberger. Juristischer Sitz der neuen Bank wird in Amriswil sein.

Der zukünftige Verwaltungsrat wird sich aus Mitgliedern der beiden heutigen Raiffeisenbanken formieren. Als Präsident ist Roland Schneeberger, heutiger Präsident der Raiffeisenbank Amriswil-Dozwil-Sommeri, vorgesehen. Die weiteren nominierten Verwaltungsratsmitglieder sind Marcel Vontobel, Eberhard Wörwag, Gabi Badertscher, Sandra Glavas Soller und Heinz Bochsler.

Die neue Bankleitung mit Rolf Müller als Vorsitzenden und den Mitgliedern Edgar Meier, Michael Pammer, Bruno Fehr und Marc Breitenmoser wird ebenfalls aus beiden heutigen Bankleitungen zusammengesetzt.

Bilanzsumme übersteigt Milliardengrenze

Die Verantwortlichen haben sich entschieden, den Mitgliedern den neuen Namen «Raiffeisenbank Amriswil Bischofszell» zu beantragen. Mit dieser Bezeichnung soll ein klares Bekenntnis zur Region zum Ausdruck gebracht werden.

Die durch den Zusammenschluss entstehende neue Raiffeisenbank wird eine Bilanzsumme von rund 1,3 Milliarden Franken aufweisen und mehr als 10'000 Genossenschafter zählen.

Den definitiven Beschluss fassen die Mitglieder nächstes Jahr im Rahmen der jeweiligen Generalversammlung: am 19. März 2021 die Raiffeisenbank Zihlschlacht-Muolen-Bischofszell) und 20. März 2021 die Raiffeisenbank Amriswil-Dozwil-Sommeri. (red/st)

Weitere Informationen über die beiden Raiffeisenbanken im Internet: www.raiffeisen.ch/zmb und www.raiffeisen.ch/amriswil-dozwil

Zusammen mehr als 10'000 Genossenschafter

In der Raiffeisenbank Zihlschlacht-Muolen-Bischofszell arbeiten 24 Personen. Die Bank weist eine Bilanzsumme von 769 Millionen Franken aus und zählt 5427 Genossenschafter als Mitbesitzer.

Die Raiffeisenbank Amriswil-Dozwil-Sommeri beschäftigt 21 Personen, weist eine Bilanzsumme von 515 Millionen Franken aus und zählt 5116 Genossenschafter als Mitbesitzer.

Beide Raiffeisenbanken sind wichtige regionale Finanzdienstleister. Die Schweizer Raiffeisen-Gruppe umfasst 229 genossenschaftlich strukturierte, rechtlich autonome Banken mit 847 Standorten. (st)