OBERTHURGAU
Erste Annäherung an die Zeit vor Corona: Korbball-Nachwuchs darf wieder ran

Über 30 Teams mit jungen Sportlerinnen und Sportlern aus dem Kanton Thurgau bestritten am Sonntag den ersten Wettkampf seit langem. Er fand dezentral an drei Orten statt: in Herrenhof, Roggwil und Zihlschlacht.

Sheila Eggmann
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Knaben U14: Hauptwil-Gottshaus spielt in Zihlschlacht gegen Neukirch-Roggwil.
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Spitzenkampf der U16-Knaben in Roggwil: Die Lokalmatadoren von Neukrich-Roggwil in den roten Trikots sind im Einsatz gegen das Team aus Zihlschlacht-Hauptwil. Dieses gewinnt jedoch am Ende hauchdünn das Turnier.
In Eggethof duellieren sich die U16-Mädchen von Zihlschlacht und Uesslingen. Knaben U14: Hauptwil-Gottshaus spielt in Zihlschlacht gegen Neukirch-Roggwil.

Knaben U14: Hauptwil-Gottshaus spielt in Zihlschlacht gegen Neukirch-Roggwil.

Bild: Anita Gonzalez Castro

Die Mädchen sind in Herrenhof in den Kategorien U14 und U16 am Start. Sie treffen sich zum ersten Korbballturnier seit zwei Jahren. «Es ist mega cool, dass das Turnier stattfinden kann», sagt die 16-jährige Janina Soller, Korbballerin von Roggwil-Neukirch. Gleicher Meinung ist Sarina Koster von der Mädchenriege Märwil: «Es ist schön, dass ein Stück Normalität zurückkehrt.»

Qualifikation für die nationalen Titelkämpfe

Und doch ist nicht alles gleich wie sonst. Die Eltern dürfen an diesem Tag nicht dabei sein, die Erwachsenen tragen Masken, und auf eine Festwirtschaft haben die Organisatoren verzichtet. «Wir wollten das Turnier möglichst unkompliziert halten», sagt Joel Bögli vom Thurgauer Turnverband (TGTV). «Es geht darum, dass die Kinder wieder einmal gegeneinander spielen können.» Bögli sprang mit seinem Turnverein Eggethof in die Bresche, als sich der ursprüngliche Organisator pandemiebedingt zurückzog.

Der Eggethöfler Stefan Etter fügt an: «Es ist wichtig, den Jungen eine Perspektive zu geben.» Die Motivation im Training sei deutlich höher, wenn man auf ein gemeinsames Ziel hin trainiere. Erst recht, wenn es um die Qualifikation für die Schweizer Meisterschaften geht, die dieses Jahr von Zihlschlacht durchgeführt wird.

Geschafft haben die Qualifikation in der U14-Kategorie die Mädchen aus Neukirch-Roggwil, Zihlschlacht und Hauptwil-Gottshaus. In der Kategorie U16 schwangen ebenfalls die Neukirch-Roggwilerinnen vor Zihlschlacht und Uesslingen obenaus.

Neukirch-Roggwil gewinnt in Zihlschlacht

In Zihlschlacht spielen 13 Knabenmannschaften U14 in zwei Gruppen zunächst um den Gruppensieg. Der erste Eindruck vom Wettkampfplatz ganz ohne Zuschauer ist ungewohnt. Auf Nachfrage unter den Kindern ist der Tenor eindeutig: Die Zuschauer fehlen ein bisschen, aber «cool» sei, dass wieder gegen andere Mannschaften gespielt werden könne.

Nach spannenden Gruppenspielen machen Bettwiesen, Neukirch-Roggwil, Oberaach und Hauptwil-Gottshaus den Tagessieg unter sich aus. In den Halbfinals setzen sich Hauptwil-Gottshaus und Neukirch-Roggwil durch. Im Final geben beide Mannschaften noch einmal alles. Am Schluss hat Neukirch-Roggwil noch mehr Reserven und sichert sich den Sieg in Zihlschlacht.

Motivierend für die jungen Teilnehmer

Die acht Teams der U16-Knaben spielen in Roggwil jeweils eine Partie gegeneinander. Dabei setzen sich die drei Favoriten Altnau, Zihlschlacht-Hauptwil sowie das Heimteam früh ab, die Direktbegegnungen enden aber alle unentschieden, sodass am Schluss eine Trefferdifferenz von nur zwei Punkten zu Gunsten von Zihlschlacht-Hauptwil entscheidet. «Das Turnier ist eine schöne Motivation für die Jugendlichen. Das Wettkampffeeling hat einfach gefehlt», sagt Leiter Florian Schiess.

Die Drittplatzierten aus Altnau sind mit ihrer Leistung zwar nicht ganz zufrieden, aber ebenfalls froh um den Wettstreit: «Sportlich läuft’s sosolala, aber immerhin gibt’s Sport!» Auch die Eschenzer sind dabei, trotz fast einer Stunde Anfahrtsweg.

«Wir wollten unbedingt mitmachen. Der Anlass ist gut und sicher organisiert, und uns geht es vor allem um den Spass», sagt Leiter Michael Grutschnig und grinst hinter der Maske. Genau das war der Antrieb des Teams von Neukirch-Roggwil. «Wir wollten unbedingt wieder etwas für die Jugend machen», sagt Mitorganisator Rolf Wattinger.

Weitere Informationen und Bilder sind unter www.tgtv.ch zu finden.