Konzentration
Die Raiffeisenbank will in Arbon neu bauen: Die meisten Mitarbeiter in Roggwil und Steinach werden künftig dort ihr Büro haben

In das Projekt einbezogen wird auch die Nachbarparzelle. Die Bagger fahren voraussichtlich 2023 auf. In Roggwil und Steinach will die Bank weiter stark präsent sein.

Markus Schoch
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Die Raiffeisenbank Regio Arbon stärkt den Standort in Arbon.

Die Raiffeisenbank Regio Arbon stärkt den Standort in Arbon.

Bild: Markus Schoch

Immer mehr Bankkunden erledigen ihre Geschäfte online. Das ist auch bei der Raiffeisenbank Regio Arbon nicht anders. Einen Fünftel der Kontoinhaber sehen die Mitarbeiter am Schalter in fünf Jahren nur einmal, sagt Thomas Gutmann, der Vorsitzende der Bankleitung. Und es werden immer mehr, die für einfache Dienstleistungen nur noch die digitalen Kanäle nutzen. Gleichzeitig ist das Bedürfnis der Kundinnen und Kunden nach umfassender und individueller Beratung in den letzten Jahren stetig gestiegen.

Dieser Entwicklung trägt die Raiffeisenbank Regio Arbon jetzt Rechnung. Die Verantwortlichen haben entschieden, 2023 am bisherigen Standort an der St.Gallerstrasse 20 in Arbon neu zu bauen. Geplant sind «offene und moderne Beratungszonen mit zeitgemässen Technologien und Komfort», schreibt die Bank in einer Mitteilung. Es gehe mit der Investition in die Zukunft darum, die Position der Raiffeisenbank in einem anspruchsvollen Marktumfeld zu stärken, sagt Gutmann. Zu den Kosten lasse sich noch nichts Konkretes sagen.

Benachbartes Wohnhaus muss weichen

Dieses Wohnhaus wird abgebrochen.

Dieses Wohnhaus wird abgebrochen.

Bild: Markus Schoch

Für die Überbauung nutzen will die Raiffeisenbank auch die Nachbarparzelle an der Alemannenstrasse 4. Das Grundstück gehört der Bank bereits seit 2018. Auf ihm steht ein Haus mit Wohnungen, von denen zwei noch belegt sind. Die Mieter wissen um die Pläne. Die beiden Parzellen zusammen haben eine Fläche von rund 1600 Quadratmetern.

Während der zwei Jahren dauernden Bauphase bekommen die Bankmitarbeiter in Arbon voraussichtlich neue Büros in den Geschäftsstellen Steinach und Roggwil. «Dort verfügen wir auch über Beratungszimmer in genügender Anzahl», sagt Gutmann. In Arbon soll es als provisorische Lösung Automaten für Ein- und Auszahlungen geben.

Bank will in Roggwil und Steinach stark präsent bleiben

Was das Projekt genau für die beiden Ausstellen in Steinach und Roggwil bedeutet, lasse sich heute noch nicht sagen, erklärt Gutmann. Dafür sei es zu früh.

Thomas Gutmann.

Thomas Gutmann.

Bild: PD
«Dem Verwaltungsrat und der Bankleitung ist es aber ein sehr wichtiges Anliegen, in den Dörfern unseres Geschäftskreises auch in Zukunft stark präsent und nahe zu bleiben».

In welcher Form dies möglich ist, werde sorgfältig geprüft und erst später entschieden. «Im Vordergrund steht die Absicht, ein gewisses Mass an Beratungsmöglichkeiten und Bargelddienstleistungen auch weiterhin vor Ort anzubieten.» Sie würden auf jeden Fall das Gespräch mit den beiden betroffenen Gemeinden suchen, sagt Gutmann.

Klar ist aber: Eine Mehrheit der aktuell rund 36 Bankmitarbeiter soll künftig das Büro in Arbon haben. Heute verteilen sie sich ziemlich gleichmässig auf alle drei Standorte der Bank. Weder in Arbon noch Steinach oder Roggwil gebe es aktuell genügend Platz, um das operative Geschäft zu konzentrieren, was neben Kostenaspekten auch zu Ineffizienzen in Prozessen führt, sagt Gutmann.