Konstituierung
Der Märstetter Gemeinderat startet mit Elan und neuen Aufgaben

Nur noch eine Vakanz gibt es im Märstetter Gemeinderat. Diese soll am 13. Juni besetzt werden. Die Exekutive hat derweil ihre Aufgaben neu verteilt und hofft auf ruhigere Zeiten.

Mario Testa
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Gemeindepräsidentin Susanne Vaccari-Ruch freut sich über die neue Ressortverteilung im Gemeinderat.

Gemeindepräsidentin Susanne Vaccari-Ruch freut sich über die neue Ressortverteilung im Gemeinderat.

Bild: Mario Testa

Susanne Vaccari-Ruch geht es gut. Das sieht man und das zeigt sich auch beim Gespräch über die neue Ressortverteilung im Gemeinderat. «Die Arbeit im Gemeinderat macht wieder richtig Freude. Es sind alle mit vollem Einsatz dabei», sagt die Gemeindepräsidentin von Märstetten. «Wir haben viel zu tun und hatten lange, intensive Sitzungen. Aber es sind alle gut vorbereitet und so macht's richtig Freude.» Nach den Wahlen vom 8. und 28. März fiel der Startschuss.

«Wir wollen loslegen. Alle drei Neugewählten starteten mit einer Gastsitzung. An der darauffolgenden Sitzung nahmen sie bereits als vollwertiges Mitglied mit Stimmrecht teil.»

In der zweiten Sitzung in der neuen Zusammensetzung mit der Präsidentin und fünf Gemeinderätinnen und Gemeinderäten sei es am 20. April um die Ressortverteilung gegangen. «Wir haben unsere interne Organisation angeschaut und darüber diskutiert, ob es Anpassungen braucht. Diese haben wir nun vorgenommen.»

Ein neues Ressort

Ein neues Ressort gibt es nun in der Märstetter Exekutive: Gesundheit und Gesellschaft. Bisher waren diese beiden Themen dem Ressort Soziales zugeordnet. «Beide Bereiche geben aber sehr viel zu tun mit der Fürsorge oder der Berufsbeistandschaft. Deshalb haben wir das bisherige Ressort Soziales aufgeteilt», erklärt Vaccari. Dafür ist das bisherige selbstständige Ressort Technische Gemeindewerke nun dem Präsidium angegliedert - so bleibt es bei sieben Ressorts. Auch, wer welches Ressort übernimmt, ist nun klar.

«Jede und jeder durfte zuerst sein Wunschressort äussern. Und zum Schluss ging es genau auf.»

Neue Ressortverteilung

  • Susanne Vaccari-Ruch: Präsidium, Finanzen, Verwaltung, Raumplanung, Volkswirtschaft, Technische Gemeindewerke
  • Sabina Michel: Vizepräsidium, Hochbau, Flurwesen
  • Guido Stadelmann: Tiefbau, Umwelt, Friedhofwesen
  • Fritz Hefti: Sicherheit, Verkehr
  • Andrina Greutmann: Soziales
  • Martin Boltshauser: Kultur, Sport, Freizeit, Bildung
  • Vakant: Gesundheit, Gesellschaft

Ein gesunder, guter Respekt herrsche nun im Gemeinderat und es sei ein Miteinander zu spüren. «Alle arbeiten zu Gunsten der Sache und der Gemeinde, und sie kommen professionell vorbereitet. Wir sind nun in einer Phase, in der viel Arbeit auf uns wartet, wir jedoch auch gestalten», sagt Susanne Vaccari-Ruch.

Papierloser Gemeinderat

Eine der Neuerungen, welche der Gemeinderat umgesetzt hat, betrifft das papierlose arbeiten. «Seit Anfang Jahr arbeiten wir im Gemeinderat papierlos», sagt Vaccari. Auch die Neugewählten hätten sich schnell im System zurechtgefunden.

Im Zuge der Ressort-Neuverteilung seien auch die zehn Kommissionen besetzt worden. Das Präsidium der einzelnen Kommissionen wie die Bau-, die Fürsorge- oder die Betriebskommission der Mehrzweckhalle übernimmt jeweils der zuständige Ressortchef oder die Ressortchefin, die Stellvertretung nimmt ebenfalls Einsitz, erklärt die Gemeindepräsidentin:

«Alle anderen Mitglieder der Kommissionen kommen aus der Bevölkerung. Das gibt uns Fachwissen von aussen.»

Viele Märstetterinnen und Märstetter zeigten grosse Bereitschaft, sich einzubringen. Die meisten Kommissionen seien deshalb auch komplett besetzt, nur bei der Fürsorge- und Baukommission laufe noch die Suche nach zusätzlichen Mitgliedern.

Interimsgemeinderat

Bruno Lüscher berät

Die Amtszeit des ehemaligen Aadorfer Gemeindepräsidenten Bruno Lüscher, den das Departement für Inneres und Volkswirtschaft als Interimsmitglied des Märstetter Gemeinderates eingesetzt hatte, damit dieser nach vier Abgängen wieder beschlussfähig war, endete mit dem Amtsantritt der neuen Mitglieder am 1. April. «Wir hatten ein gutes Einvernehmen und im Gemeinderat auch darüber diskutiert, ob wir weiterhin auf seine Hilfe als Berater zurückgreifen möchten», sagt Vaccari. An der Aprilsitzung hat der Gemeinderat daher im Zusammenhang mit der Ersatzwahl von drei neuen Gemeinderatsmitgliedern einer Begleitung durch Bruno Lüscher (ohne Stimmrecht) bis zu den Sommerferien einstimmig zugestimmt. Bei Bedarf möchte der Gemeinderat für eine punktuelle und projektbezogene Zusammenarbeit auf Bruno Lüscher zugehen, der seine Bereitschaft signalisiert habe, weiterhin beratend in Märstetten mitzuwirken.