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Konstanter Steuerfuss in der Evangelischen Kirchgemeinde Sulgen-Kradolf

Finanziell steht die Evangelische Kirchgemeinde Sulgen-Kradolf auf solidem Fundament. Wichtige Projekte sind abgeschlossen oder in die Wege geleitet. Sorgen bereitet aber die personelle Kontinuität in der Behörde.
Georg Stelzner
Kirchenpräsident Walter Berger freut sich über die einstimmige Wahl von Isabelle Svabenik-Keller in die Kirchenvorsteherschaft, wo sie die Nachfolge von Ursula Gubler antritt. (Bild: Georg Stelzner)

Kirchenpräsident Walter Berger freut sich über die einstimmige Wahl von Isabelle Svabenik-Keller in die Kirchenvorsteherschaft, wo sie die Nachfolge von Ursula Gubler antritt. (Bild: Georg Stelzner)

Die Einleitung durch Vorträge den Handglockenchors Romanshorn und besinnliche Worte von Pfarrer Frank Sachweh passte zu dieser Kirchgemeindeversammlung, die durchwegs in Minne verlief und keine kontroversiellen Diskussionen provozierte.

47 der 2042 Stimmberechtigten (2,3 Prozent) hatten sich am Mittwochabend im Kirchgemeindehaus im Sulger Oberdorf eingefunden, um die Rechnung 2018 und das Budget 2019 zu genehmigen sowie ein neues Mitglied der Kirchenvorsteherschaft zu wählen.

Glaubwürdige Protagonisten nötig

Präsident Walter Berger erinnerte eingangs daran, dass die Gestaltung eines kreativen Gemeindelebens ein wichtiges Ziel sei. Berger zitierte denn auch den Reformator Zwingli, der gesagt hatte: «Du bist Gottes Werkzeug!»

Man müsse in Bewegung bleiben, fuhr der Kirchenpräsident fort und dürfe sich nicht auf den Lorbeeren ausruhen, sondern sei aufgerufen, seine Talente sinnvoll einzusetzen. Es sei wichtig, sich mit Lebensfragen auseinanderzusetzen, betonte Berger. Dazu brauche es aber glaubwürdige Protagonisten.

Als Jahresziel nannte Berger es, die Familienfreundlichkeit der kirchlichen Angebote zu verbessern. Es sei bedauerlich, dass die Familiengottesdienste nicht besser besucht würden.

Minderkosten bei der Innenrenovation

Zu den bereits abgeschlossenen oder aufgegleisten Projekten nahm Pfleger Fredy Schweizer Stellung. Bei der Innenrenovation der Kirche in Sulgen rechnet er gegenüber dem Kostenvoranschlag mit Minderkosten von rund 105'000 Franken. Der im September 2016 bewilligte Kredit hatte sich auf 1,14 Mio. Franken belaufen.

Unter Berücksichtigung der Beiträge der kantonalen Denkmalpflege und der politischen Gemeinde bezifferte Schweizer den verbleibenden Aufwand zu Lasten der evangelischen Kirchgemeinde mit 914'754 Franken. Die Baubewilligungen für die Umgebungsgestaltung der Kirche in Sulgen und für das Mehrzweckgebäude beim Kirchenzentrum in Kradolf sind laut Schweizer beide am 6. März erteilt worden.

In Sulgen wird mit den Arbeiten nach Ostern begonnen, sodass eine Fertigstellung noch vor den Sommerferien möglich sein sollte. Die Einweihung ist für 2020 vorgesehen. Mit dem Neubau in Kradolf wird nach den Worten Schweizers Mitte Mai begonnen. Mit dem Bauende und mit der Einweihung wird im Spätsommer 2019 gerechnet.

Alls Stimmen für Isabelle Svabenik-Keller

Eine reine Formsache war die geheim durchgeführte Wahl von Isabelle Svabenik-Keller aus Schönenberg. Sie erhielt alle Stimmen und wird in der Kirchenvorsteherschaft Ursula Gubler ersetzen.

Schwieriger dürfte die Besetzung der Behörde für die Amtsdauer 2020 bis 2024 sein, haben doch nicht nur Sacha Derron und Helga Schönholzer, sondern auch Präsident Walter Berger und Pfleger Fredy Schweizer ihren Rücktritt angekündigt.

Ja zur Rechnung 2018 und zum Budget 2019

Die Jahresrechnung der Evangelischen Kirchgemeinde Sulgen-Kradolf weist einen Gewinn von rund 14'850 Franken aus. Er wird mit Zustimmung der Gemeindeversammlung dem Eigenkapital zugewiesen, das sich damit auf 675'468 Franken erhöht. Das Budget war noch von einem Verlust von 40'915 Franken ausgegangen. Auf der Ertragsseite machten sich die Steuererträge positiv bemerkbar. Zum guten Abschluss hat aber auch die gewissenhafte Einhaltung des Budgets beigetragen. Das auf einem unveränderten Steuerfuss von 25 Prozent basierende Budget 2019 sieht einen Aufwand von 1,380 Mio. Franken und einen Ertrag von 1,333 Mio. Franken und somit ein Defizit von 46'960 Franken vor. Im Voranschlag enthalten ist eine Wiedereinführung moderater Ressortentschädigungen. Der Finanzplan 2020 bis 2023 sieht negative Abschlüsse und somit eine Reduktion des Eigenkapitals auf 361'000 Franken vor – dies bei einem unveränderten Steuerfuss von 25 Prozent. (st)

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