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Komplett elektrisch unterwegs: Dieser 40-Tönner fährt durch Kreuzlingen, ohne Lärm zu machen

Die Transport- und Entsorgungsfirma TIT Imhof AG will in Sachen sauberer Energie Vorreiterin sein. Deshalb hat sie einen voll elektrischen Kipper angeschafft.
Martina Eggenberger Lenz
Geschäftsleitungsmitglied Dominic Imhof diskutiert mit Fahrer Marc Streit vor dem E-Lastwagen. (Bild: Martina Eggenberger)

Geschäftsleitungsmitglied Dominic Imhof diskutiert mit Fahrer Marc Streit vor dem E-Lastwagen. (Bild: Martina Eggenberger)

Er sieht aus wie ein ganz normaler Lastwagen. Und trotzdem fällt jedem sofort auf, dass da etwas anders ist. Der neuste Hakenabrollkipper der TIT-Imhof-Flotte macht nämlich keinen Lärm. Angetrieben wird der 40-Tönner von vier voll elektrischen Motoren. Der LKW ist vor allem in der Region Kreuzlingen unterwegs, wo das Transport- und Entsorgungsunternehmen auch seinen Hauptsitz hat. Er wird vor allem auf Baustellen eingesetzt, bringt und holt Mulden wieder ab.

Die Basis des Kippers kommt von Volvo. Die Firma Imhof hat das Fahrzeug bei der Winterthurer «Designwerk» auf ein E-Fahrzeug umbauen lassen. «Wir haben lange gesucht, aber serienmässig gibt es voll elektrische Lastwagen wie diesen noch nicht», erklärt Dominic Imhof, der Leiter Transport-Logistik. So müsse auch der Hakenabrollkipper eigentlich noch als Prototyp bezeichnet werden.

Imhof will Pionier in Sachen CO2-Reduktion sein

«Ich war immer wieder skeptisch, ob die Leistung reichen wird», gibt Dominic Imhof offen zu. Wenn aber keiner den Mut habe, neue Technologien auszuprobieren, dann erfahre man nie, ob sie funktionieren. Der TIT Imhof Gruppe sei es schon immer wichtig gewesen, ressourcenschonend unterwegs zu sein.

In den 90-er Jahren habe man mit Baustoff-Recycling angefangen, was damals noch nicht gängig gewesen sei. Seit über zehn Jahren verwende man Bio-Diesel für den Antrieb der Transportflotte. Das neue Kreuzlinger Abfallannahmezentrum RAZ, für das die Baubewilligung nun definitiv vorliegt, soll ausschliesslich mit elektrischen Geräten betrieben werden. Die Eröffnung des modernen Entsorgungshofs ist für Mitte 2020 vorgesehen.

Wie Dominic Imhof erklärt, soll es nicht bei einem voll elektrischen LKW in Kreuzlingen bleiben. Schliesslich bestreitet die Firma Imhof ab 2021 die Grüngut-Tour in der Stadt und einigen Aussengemeinden, dann ebenfalls mit einem E-Lastwagen. Im Laufental hat Imhof bereits für 32 Gemeinden solche Sammelfahrzeuge im Einsatz.

Strom vom Firmendach lässt den Kipper fahren

Der Clou am voll elektrischen Hakenabrollkipper ist, dass er aus der firmeneigenen Photovoltaikanlage gespiesen wird. Mit vollen Batterien kommt der LKW in der Praxis etwa 200 Kilometer weit. Fahrer Marc Licht hat Freude an seinem neuen Arbeitsgerät. «Mich hat vor allem der starke Anzug überrascht.» Der CO2-neutrale Fahrspass hat seinen Preis. Drei Mal so viel wie ein normaler Kipper kostet das voll elektrische Modell. «Immerhin sind wir LSVA-befreit», sagt Dominic Imhof. Sein Ziel ist es, in naher Zukunft noch mehr E-Fahrzeuge in die Flotte aufnehmen zu können.

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