Kommentar
Wahlkampf in Weinfelden mit zwei politischen Schwergewichten: GLP-Kandidat Ueli Fisch wird es nicht einfach haben

In Weinfelden kandidiert GLP-Mann Ueli Fisch für die Nachfolge von Max Vögeli als Stadtpräsident. Nebst Unternehmer Roger Simmen schickt sicher auch noch die CVP einen Kandidaten ins Rennen. Fisch wird es nicht einfach haben, gegen diesen zu bestehen.

Mario Testa
Mario Testa
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Ueli Fisch kandidiert für die GLP für das Amt des Stadtpräsidenten von Weinfelden.

Ueli Fisch kandidiert für die GLP für das Amt des Stadtpräsidenten von Weinfelden.

Bild: Andrea Tina Stalder

Die GLP schickt Ueli Fisch ins Rennen ums Stadtpräsidium von Weinfelden. Dank zahlreicher kantonaler und eidgenössischer Wahlkämpfe sowie vieler Presseauftritte ist Ueli Fisch sehr bekannt. Was Fisch jedoch fehlt, ist der Heimvorteil, zudem war er in den vergangenen Jahren eine politische Allzweckwaffe seiner Partei, die aufgrund der vielen Einsätze etwas an Schärfe verloren haben könnte.

Mario Testa, Redaktor «Thurgauer Zeitung», Ressort Weinfelden.

Mario Testa, Redaktor «Thurgauer Zeitung», Ressort Weinfelden.

Bild: Reto Martin

Doch die GLP ist im Aufwind und hat in Weinfelden bei den vergangenen Stadtparlamentswahlen deutlich zugelegt, im Bezirk auch bei den Grossratswahlen. Bringen die Links-Grünen nicht noch eine eigene Kandidatur, dürften viele ihrer Stimmen an Fisch gehen.

Die Delegierten der Mitte Weinfelden werden gut daran tun, Fischs Kandidatur nicht auf die leichte Schulter zu nehmen und den stärkst möglichen Kandidaten gegen ihn aufzustellen: Simon Wolfer. Als Kantonsrat, langjähriger Parlamentarier, Sprecher der Rechnungsprüfungskommission und dank seiner diplomatischen Art bringt er einen grossen Rucksack mit. Auch seine familiäre Nähe zur SVP bringt ihm Vorteile.

Valentin Hasler hat sich zwar als Stadtrat etabliert und ein grosses Netzwerk in Weinfelden, doch ob dies gegen das GLP-Schwergewicht reichen würde, ist fraglich. Auch der parteilose Roger Simmen ist absolut wählbar, wird gegen die geballte Politkonkurrenz wohl aber keine Chance haben. Spannend bleibt die Frage, ob auch die SVP oder Links-Grün noch in den Wahlkampf mit einsteigt und wen die FDP zur Verteidigung des Stadtpräsidiums aufstellt.