Kommentar
Mehrkosten beim Kreuzlinger Hallenbad Egelsee: «Kröte schlucken und Deckel drauf»

Der Gemeinderat sollte das Grossprojekt auf der Ziellinie nicht mehr gefährden, schreibt TZ-Redaktor Urs Brüschweiler in seinem Kommentar. Es ist selten genug, dass in Kreuzlingen ein Bauvorhaben den Durchbruch schafft.

Urs Brüschweiler
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Urs BrüschweilerTZ-Redaktor

Urs BrüschweilerTZ-Redaktor

(Bild: Ralph Ribi)

Das Hallenbad-Projekt stand von Beginn weg unter Kostendruck, also rechnete der Stadtrat lieber knapp. Jetzt vor dem Spatenstich merkt er: Es war zu knapp. Weil der Baugrund und das altgediente Egelsee noch unliebsame Überraschungen verbargen, muss die Stadt ihr Portemonnaie noch rund fünf Prozent weiter aufmachen.

Der Gemeinderat muss deshalb dem Stadtrat am Donnerstag auf die Finger klopfen, aber er darf am Ende lediglich die Faust im Sack machen. Wenn sich der Gemeinderat hier unnötig geizig zeigt, beschädigt er das Projekt auf der Ziellinie. Statt die Unfähigkeit Kreuzlingens zur Realisierung von Bauvorhaben zu unterstreichen, soll er den Deckel drauf machen und die Kröte schlucken. Die Stadt hat ein neues und schönes Hallenbad verdient.