Kommentar
Die Chance für ein besseres Image

Warum es für die Stadt Arbon jetzt der richtige Moment ist, endlich die Steuern zu senken und den Ruf der «roten Laterne» loszuwerden.

Annina Flaig
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Annina FlaigRedaktorin Ressort Arbon und Romanshorn.

Annina Flaig
Redaktorin Ressort Arbon und Romanshorn.

Bild: Reto Martin

Arbon hat Historisches vor: Der Stadtrat will den Steuerfuss von 76 auf 72 Prozent senken. Das wäre der tiefste Steuerfuss seit 28 Jahren. Gleichzeitig könnte die Stadt endlich ihren Ruf als «rote Laterne» loswerden.

Für alle Arboner wäre dies eine finanzielle Entlastung. Der Schritt ist aber vor allem psychologisch wichtig, denn die Stadt poliert damit ihr Image auf. Er bedeutet aber auch, dass ihr künftig rund eine Million Steuerfranken durch die Lappen gehen. Die grosse Frage ist, ob sich Arbon das leisten kann.

Der Stadtrat hat die Antwort geliefert – und sie ist überzeugend: Das Budget präsentiert sich trotz tieferen Steuerfusses ausgeglichen. Die Stadt hat bereits dreimal über vier Millionen Franken Gewinn ausgewiesen. Die Steuern entwickeln sich positiv. Und was die Zukunft wirklich bringen wird, weiss sowieso keiner.

Insofern ist die Ankündigung konsequent und folgerichtig: Der Stadtrat hält Wort, indem er mit dieser Steuersenkung eines seiner Versprechen einlöst. Und er wagt, was sich seit einer gefühlten Ewigkeit keine Stadtregierung auch nur zu denken getraut hat.

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