KOMMENTAR
Das Stadthaus darf nicht auf die Festwiese: Kreuzlingen plant weiter und bleibt seinem Motto treu: Der Weg ist das Ziel

Das Volk hat sich umentschieden, die Suche nach einem Standort für die Stadtverwaltung kommt auch nach 30 Jahren noch nicht zu einem Ende. Ein Kommentar von TZ-Redaktor Urs Brüschweiler.

Urs Brüschweiler
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Das Kreuzlinger Stadthaus: Ein Neubau, um es abzulösen, ist in weiter Ferne.

Das Kreuzlinger Stadthaus: Ein Neubau, um es abzulösen, ist in weiter Ferne.

(Bild: Reto Martin)

Eine Mehrheit der Kreuzlinger will das Stadthaus nicht auf der Festwiese bauen, sondern eine Alternative suchen. Somit ist das Abstimmungsergebnis von 2016 mehr als vier Jahre später mit einer Volksinitiative wieder umgestossen worden. Wenn es auch juristisch noch die Möglichkeit gibt, dass das Schlussstein-Projekt doch einst wieder zum Zuge kommen könnte, so ist heute klar: Politisch ist das Stadthaus auf dem Bärenplatz tot. Es gesellt sich zu den andern Planungsleichen im Stadtarchiv.

Die zwei Millionen Franken, die bereits für die Planung ausgegeben wurden, sind ohne Nutzen weg. Dafür beginnt die Suche nach Alternativlösungen für die Stadtverwaltung von neuem. Ob diese Variante günstiger sein wird, ob sie einen besseren Konsens finden wird, steht heute in den Sternen. Kritiker und Verhinderer haben in dieser Stadt immer gute Karten.

Urs BrüschweilerLeiter Ressort Kreuzlingen

Urs Brüschweiler
Leiter Ressort Kreuzlingen

(Bild: Reto Martin)

Klar ist nur eines: Der Marathon zu einem neuen Stadthaus erhält nach 30 Jahren noch weitere Etappen hinzu. Es scheint, für die Kreuzlinger bleibt der Weg das Ziel.