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Romanshorner Gewerbe will kluge Köpfe und geschickte Hände

Die Themen der letzten Romishorner Runde waren Gewerbe und Industrie. Mit 640 Arbeitsstätten und 4500 Vollzeitstellen stünde die Stadt gut da, waren sich die Diskussionsteilnehmer einig.
Markus Bösch
Roland Gutjahr, ehemaliger Präsident der Arbeitgebervereinigung, Roland Schneeberger, Präsident des Gewerbevereins, Berufswahl-Coach Christoph Sutter und Stadtpräsident David H. Bon am Podium im Museum am Hafen. (Bild: Markus Bösch)

Roland Gutjahr, ehemaliger Präsident der Arbeitgebervereinigung, Roland Schneeberger, Präsident des Gewerbevereins, Berufswahl-Coach Christoph Sutter und Stadtpräsident David H. Bon am Podium im Museum am Hafen. (Bild: Markus Bösch)

In Romanshorn schaut man nach vorn, auch im Museum. Die laufende Ausstellung «Gewerbe und Industrie – früher und heute» zeigt, was einst das Bähnlerdorf ausmachte, was jetzt der Stadt ein Gesicht gibt und deren Zukunft gestaltet.

Am vergangenen Mittwochabend fragte sich zudem eine illustre Romanshorner Gesprächsrunde, wie die Hafenstadt ihre Rolle als Arbeitsort künftig wahrnehmen wird: Unter der teils poetischen Leitung von Berufswahl-Coach und Lehrer Christoph Sutter diskutierten Roland Gutjahr, ehemaliger Präsident der Arbeitgebervereinigung Romanshorn und Umgebung, Roland Schneeberger, Präsident des Gewerbevereins, und Stadtpräsident David H.Bon – alles in allem recht positiv: «An 640 Arbeitsstätten gibt es zur Zeit 4500 Vollzeitstellen. Und grundsätzlich erachte ich die künftige Entwicklung als gut. Was wir brauchen, sind Menschen, die ihre Arbeit lieben und Freude am Beruf haben – es sind kluge Köpfe und geschickte Hände», sagten Gutjahr und Schneeberger. «Und neben dem öffentlichen Verkehr weitere Lebensadern zu uns in den Osten.»

Detailhandel: Situation bleibt schwierig

Das ist auch David H. Bon wichtig. «Romanshorn hat ausserdem Potenzial und auch die Areale dafür, zum Beispiel für Arbeitsplätze im Dienstleistungsbereich. Und wir wollen Reserven für Ansiedlungen.» Handlungsbedarf bestehe im Arbeitsmarkt selber, einerseits wenn zu wenig gute Leute herkämen und andererseits wenn Lehrstellen unbesetzt bleiben würden.

Die Gesprächsteilnehmer brachen allesamt eine Lanze für den dualen Bildungsweg, der kantonsweit im Vergleich zur Schweiz sehr oft gewählt wird. Gerade in den Berufsschulen werde zunehmend die Informatik wichtig, was unabdingbar sei für die Zukunft. Ein Wermutstropfen bleibt der Detailhandel: «Da ist die Situation schwierig und wird sich weiter akzentuieren. Gegensteuer geben können in diesem Bereich wir alle– als Konsumenten, die bewusst auch am Ort einkaufen», sagte Schneeberger.

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