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Klosterkirche Münsterlingen soll endlich barrierefrei werden

An der Versammlung der Katholischen Kirchgemeinde Altnau, Güttingen, Münsterlingen wurde die mögliche Lösung mit dem Zugang über das Spital in die Kirche vorgestellt. Zudem wurde die Behörde neu gewählt. Otto Braun übernimmt das Präsidium.
Hana Mauder Wick
Die Klosterkirche Münsterlingen soll endlich barrierefrei werden. (Bild: Hana Mauder Wick)

Die Klosterkirche Münsterlingen soll endlich barrierefrei werden. (Bild: Hana Mauder Wick)

Die Klosterkirche Münsterlingen ist nur über eine steile Treppe zugänglich. Das hindert Rollstuhlfahrer und Gebrechliche am Kirchenbesuch. Seit Jahren sucht die Katholische Kirchgemeinde Altnau, Güttingen, Münsterlingen (AGM) nach einer Lösung. Nach der Fusion ging man mit vereinten Kräften erneut über die Bücher.

Angedacht wurden verschiedene Machbarkeits-Varianten, wie Präsident Marc Derungs an der Versammlung im Altnauer Martinshaus am Mittwochabend sagte. Einige Ideen mussten zurück in die Schublade: So ist ein Treppenlift keine Lösung. Der geprüfte Zugang durch den Klostergarten scheitert am Denkmalschutz. Aber ein Lösungsansatz zeichnet sich ab: Der Zugang durch den Spitalkomplex.

Zugang durchs Spital als Gegengeschäft

Der Kanton plant für 2020 eine Passerelle von der Bahnhaltestelle des Spitals über die Hauptstrasse mit einem Serpentinenweg zum Haupteingang. Dafür benötigt er das verbriefte Wegrecht über das Land der Kirchgemeinde westlich des Begegnungsraumes. Im Gegenzug sollen das Kantonsspital und die Thurmed AG einen freien Zugang für Menschen mit Mobilitätseinschränkung über eine signalisierte Route durch das Spital gewähren.

Dafür soll eine Wand durchbrochen und automatische Türen installiert werden. «Wir wollten an der Kirchgemeindeversammlung einen Kredit vorlegen», sagte Derungs. Leider war die Zeit zu knapp. Aber: «Wir schätzen Kosten von 105'000 Franken.» In einem Jahr sollen konkrete Offerten auf dem Tisch liegen.

Votanten merkten an, die geplante Wegstrecke durch das Spital sei viel zu lang und aufwendig. «Es wird ein langer Weg – aber ein möglicher Kompromiss», sagte Derungs. «Das ist eine Lösung und kein Wunschkonzert.» Die Kirchgemeinde stimmte der Gewährung des Wegrechtes zu.

Otto Braun zum neuen Präsidenten gewählt

In einer geheimen Abstimmung wurde die Kirchenvorsteherschaft mit gutem Resultat für die nächste Amtsperiode gewählt. Einen Höhepunkt bildete die Wahl des neuen Präsidenten der Katholischen Kirchgemeinde AGM: Einstimmig wählte die Versammlung Otto Braun zu ihrem neuen Mann mit 20-Prozent-Pensum an der Spitze. «Ich freue mich sehr über das Vertrauen», sagte er. «Ich sehe schon, es gibt viel zu tun.»

Ebenfalls mit 67 Stimmen gewählt wurde die Kirchenpflegerin Christina Dünner. Ihre Aufgabe war es, die Übernahmebilanz der Kirchgemeinde und das Budget 2019 nach HRM2 zu erläutern. «Es sieht kurz und bündig aus», meinte Dünner. «Aber in Wahrheit war es ein grosser Brocken Arbeit.» Der Ertragsüberschuss beträgt 22'300 Franken. Der Steuerfuss bleibt bei 16 Prozentpunkten. Die Führung der fusionierten Kirchgemeinde sei vergleichbar mit der Leitung einer kleinen KMU, meinte die Kirchenpflegerin.

Abschied von Marc Derungs

Zum Schluss nahm Christina Dünner die Anwesenden mit auf eine Zeitreise. Sie würdigte den langjährigen Einsatz von Präsident Marc Derungs. Nach 28 Jahren in der Behörde hat er einen tiefen Eindruck hinterlassen. Wichtige Etappen hat er mit eingeläutet: wie zum Beispiel die Gründung des Seelsorgeverbandes, die Realisierung des Begegnungsraumes in Güttingen oder die Realisierung des Pastoralraumes.

Der abtretende Marc Derung erhielt ein Abschiedsgeschenk. (Bild: Hana Mauder Wick)

Der abtretende Marc Derung erhielt ein Abschiedsgeschenk. (Bild: Hana Mauder Wick)

Der engagierte Macher leitete die Fusion der drei Kirchgemeinden und führte die AGM ins erste Jahr. «Er hat nur einmal aus beruflichen Gründen eine Sitzung ausgelassen», erzählte die Kirchenpflegerin. Marc Derungs wird Otto Braun auf Wunsch im ersten Amtsjahr mit gutem Rat unterstützen.

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