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Klare Vorstellungen fürs Dorf: Roger Reinhart möchte Gemeindepräsident von Langrickenbach werden.

Roger Reinhart möchte am 25. November zum Gemeindepräsidenten gewählt werden. Der Informatiker wohnt schon sein ganzes Leben in der Gemeinde und möchte sie nun in die Zukunft führen.
Urs Brüschweiler
Roger Reinhart auf der Treppe der Gemeindeverwaltung Langrickenbach. (Bild: Reto Martin)

Roger Reinhart auf der Treppe der Gemeindeverwaltung Langrickenbach. (Bild: Reto Martin)

«Ich habe schon gedacht, dass das Gemeindepräsidium für mich mal ein Thema werden könnte», sagt Roger Reinhart. Dass es aber mit dem Rücktritt von Fabienne Schnyder so schnell geht, hätte er nicht erwartet. Dennoch hat sich der 44-Jährige entschieden, sich nach vier Jahren im Gemeinderat, nun als Gemeindeoberhaupt zur Verfügung zu stellen. «Die Arbeit in der Behörde interessiert mich sehr. Langrickenbach liegt mir am Herzen.» Der dreifache Familienvater ist hier aufgewachsen; privat, politisch und beruflich sehr engagiert. Er hat die Gründung der politischen Gemeinde miterlebt und ist stark verwurzelt in Langrickenbach. Heute wohnt Reinhart im Eggethof und sagt: «Ich möchte der Gemeinde etwas zurückgeben.»

Amt und Beruf würden sich gut ergänzen

Langrickenbach sei auf sehr gutem Kurs, findet er.

«Unser Slogan ‹eigenständige Landgemeinde mit Lebensqualität› passt aus meiner Sicht perfekt.»

Das gelte es weiterzuverfolgen. Als gelernter Zimmermann hat sich Roger Reinhart zum Technischen Kaufmann FA weitergebildet und arbeitet nun als Wirtschaftsinformatiker HF in Frauenfeld bei der Firma UMB als Senior System Engineer. «Mein Arbeitgeber ist flexibel. Ich könnte mein Pensum reduzieren.» Das 50-Prozent-Amt, das er als Gemeindepräsident zu erfüllen hätte, würde für ihn also passen. «Das ergänzt sich super.» Natürlich falle mehr als genug Arbeit an und es brauche eine gute Verwaltung. «Die haben wir, und auch im Gemeinderat ziehen alle am gleichen Strick.» Die Ausgangslage für die Wahl am 25. November – Gemeinderatskollegin Denise Neuweiler kandidiert ebenfalls – sieht er positiv. Es sei gut, dass man den Bürgern eine Auswahl bieten könne. «Falls es klappt, freue ich mich sehr. Ich fokussiere mich ausschliesslich auf dieses Amt.» Für eine Wiederwahl als Behördenmitglied hat er seine Bewerbung nicht eingereicht.

Feuerwehrmann und Zivilschützer

Roger Reinhart bringt viel Erfahrung im Bereich Sicherheit mit. Er sei der dienstälteste Feuerwehrmann der Gemeinde, sagt er stolz und mit einem Lachen. Und er habe 17 Jahre lang den Zivilschutz mitgeprägt, bis vor einem Jahr als Hauptmann und Kommandant Stellvertreter der Zivilschutz Region Kreuzlingen. Heute ist Reinhart stellvertretender Stabschef des regionalen Führungsstabes Kreuzlingen. Mitglied in einer Partei ist Roger Reinhart nicht. Das werde vorderhand auch so bleiben. «Ich stamme aus einer Bauernfamilie und habe ein grundsolides, bürgerliches Wertesystem.» Dass er später einmal, nach erfolgreicher Wahl, einer Partei beitreten würde, bezeichnet er aber als «nicht ganz abwegig». Auf einen Sitz im Kantonsrat habe er aber «heute und morgen» keine Ambitionen. Roger Reinhart hat exakte Vorstellungen zur künftigen Entwicklung Langrickenbachs. Eine naturnahe Landgemeinde, in der die Menschen gerne wohnen und die über eine eigene starke Schule verfügt, soll sie sein. Die Jungen sollten im Dorf bleiben wollen. Das liege ihm am Herzen.

Bei den Zuwachsraten will er nicht kantonale Spitze sein

«49 Prozent der Arbeitsplätze in der Gemeinde sind in der Landwirtschaft, der Rest sind Pendler.» Es wäre wünschenswert, wenn auch im Gewerbe- und Dienstleistungsbereich mehr Arbeitsplätze angesiedelt werden könnten. «Diese Bestrebungen will ich beibehalten, auch wenn das mit unserer geografischen Lage schwierig ist.» Die Anbindung an den öffentlichen Verkehr sei heute nicht perfekt. Zumindest der aktuelle Stand müsse erhalten werden. «Wenn möglich, wäre ein Ausbau der Verbindungen angebracht.» Die Bautätigkeit sei sehr hoch. Den Takt etwas zu verkleinern ist hier Reinharts Devise. «Wir müssen bei den prozentualen Zuwachsraten nicht die Spitze im Kanton bilden.» Der aktuelle Planungsstand der Oberlandstrasse sei wohl nicht der Weisheit letzter Schluss. Insbesondere für die Traktoren müssten noch bessere Lösungen gefunden werden. Eine Herausforderung für die nächsten Jahre sieht Roger Reinhart im langen Strassennetz und der Wasserversorgung Langrickenbachs. Bei der Sanierung und Erneuerung kämen da einige grosse Brocken auf die Gemeinde zu. «Das müssen wir angehen und gleichzeitig darauf achten, dass wir den Steuerfuss beibehalten können. Wir müssen das unter einen Hut bringen.»

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