Kitzeln in Ohren und Beinen

Diesmal geht alles glatt: Das Techno-Festival «Takt am See» lockt viele Tanzbegeisterte nach Romanshorn.

Max Eichenberger
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(Bild: Andrea Stalder)
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Optische Wegweiser hätte es am Samstag eigentlich gar nicht bedurft, um zielgerichtet aufs Festivalgelände vorzudringen. Der Schall trägt die wummernden Beats weit übers Hafenbecken herüber in die Stadt. Sonnenbebrillte Ankömmlinge in freakigen T-Shirts, mit bunten Accessoires und coolen Frisuren in der Bandbreite von Woodstock bis Techno folgen allein ihrem Gehör. Vornehmlich jüngeres Publikum schlendert gut gelaunt wippend hinüber: zum «Takt am See» aufs Areal beim Asco-Brunnen. Nach dem unwetterbedingten Abbruch im Vorjahr atmen die Veranstalter auf.

Beim «Panem» lässt das Rumpeln sogar das Eis im Prosecco-Glas klirren. Nach den Arboner Summerdays haben nun auch die Romanshorner ihr Festival der etwas anderen Art. Der Name ist Programm und ohrenbetäubender Taktgeber. Eher zögerlich noch am Nachmittag, umso intensiver und ausgelassener, je länger der Tag und der Abend dauern, saugen die Besucher die klopfenden Rhythmen auf und tanzen ab zum vibrierenden Techno-Sound, den die neunzehn DJs abmischen.

Auf den Dancefloors herrscht ausgelassene Stimmung. (Bilder: Max Eichenberger)

Auf den Dancefloors herrscht ausgelassene Stimmung. (Bilder: Max Eichenberger)

Idyllische Kulisse zum See hin

Es gibt keine Hauptbühne. Das Areal ist dezentral mit zwei Tanzrayons bestückt und dorfähnlich organisiert. Man pendelt hin und her – und findet ausserhalb des lauten schweisstriefenden Bewegungsgetümmels ausreichend Rückzugsoasen für Erholungspausen und Gespräche. Oder Gelegenheiten, um die Kohlenhydratspeicher wieder aufzufüllen. Dafür geht’s der Nase nach zu den Foodständen, wo es neben bereitstehenden Tischen verführerisch brutzelt und kulinarisch ein breites Angebot gibt.

Sonnenschirme, im Geäst baumelnde Lampions, Girlanden, bunte Tücher und glitzernde Vinyl-Scheiben geben zum See hin geradezu eine idyllische Kulisse ab, während auf den Tanzflächen die Post abgeht: mit Schall, Rauch und ordentlich Dezibel.