Kirchgemeindeversammlung Romanshorn heisst das Budget 2020 gut.

Jeanette Tobler wird als Präsidentin der evangelischen Kirchgemeinde bestätigt

Markus Bösch
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Kirchenversammlung in der evangelischen Kirche Romanshorn.

Kirchenversammlung in der evangelischen Kirche Romanshorn.

Archivbild: Reto Martin

Die Kirchgemeindeversammlung vom Montagabend stand ganz im Zeichen der Zahlen und Menschen: Die Ausgaben und Einnahmen bewegen sich um 2,4 Mio. Franken. Der Aufwandüberschuss für 2020 ist mit 1950 Franken minim, erklärt der Finanzverantwortliche Walter Scherrer und sagt:

«Unter anderem müssen wir als Kirchgemeinde einen Sanierungsbeitrag pro Jahr von 35000 Franken an die Pensionskasse der Stadt Romanshorn leisten. 

45000 Franken mehr brauche man für eine Stellvertretung. 50000 Franken beträgt der Mehraufwand für Beleuchtung und Glockensteuerung in der Kirche Romanshorn. Die Aufwendungen für das neue Gemeinschaftsurnengrab – aus der laufenden Rechnung – betragen 80000 Franken. Es ist geplant, dieses Projekt am 22. November einweihen zu können.

Zudem müsse die Kirchgemeinde mit einem deutlich negativen Einfluss der anstehenden Unternehmenssteuerreform rechnen, etwa mit einer Einbusse von 70000 Franken oder einem Steuerprozent. «Immerhin sind wir schuldenfrei.» Einstimmig sagten die Kirchbürgerinnen und Kirchbürger dann ja zum Budget und zum Steuerfuss von 25 Prozent.

Behörde noch nicht vollständig

Für die neue Legislatur mussten an diesem Abend die Vorsteherschaft und Kommissionen gewählt werden. Als Präsidentin wurde Jeannette Tobler mit 53 Stimmen bestätigt, Vreni Arn-Harder mit 52, Martin Nafzger mit 49 und Matthias Vogel mit 54 Stimmen wiedergewählt. Neu in der Vorsteherschaft mitarbeiten wird Herbert Tobler, er erhielt 55 Stimmen.

«Momentan bleiben noch zwei Vakanzen offen. Wir hoffen, auch diese zwei Ressorts bald besetzen zu können», sagte die Präsidentin in ihrem Ausblick. Die abtretenden Vorsteherschaftsmitglieder werden an der Rechnungsgemeinde vom 15. Juni verabschiedet. Ebenfalls mit 54 Stimmen wurde Kirchenpfleger Sabine Schleicher im Amt bestätigt. 21 weitere Frauen und Männer wurden einstimmig in der Pfarrwahlkommission als Rechnungsrevisoren, Urnenoffizianten und ins Wahlbüro bestätigt oder neu gewählt.

Ebenso entsprachen die Stimmberechtigten dem Antrag der Aufsichtskommission: So wird Pfarrerin Meret Engel ab dem 1. Februar ihr Pensum in der Kirchgemeinde von 70 auf 50 Prozent reduzieren, und im Gegenzug Pfarrerin Martina Brendler ihr Pensum ab dem 1. Oktober um 20 Prozent auf 70 Prozent erhöhen. Während Martina Brendler bis Ende Juni ein Sabbatical und bis zum 30. September unbezahlten Urlaub beziehen wird, übernimmt Sarah Fakhoury die Stellvertretung.

Weiter konnte Vreni Arn-Harder auf die erfolgreichen Aktionen an Weihnachten, auf die Päckliaktion und vor allem auf den «Bazar der Glücksmomente» hinweisen, der immerhin einen Erlös von 182424 Franken generiert hatte. Den Anfang der Budgetgemeinde hatte die 11vor11-Band gemacht, während Konfirmanden während der Wahlzettelauszählung alkoholfreie Drinks ausschenkten.