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Kirchgemeinde Bischofszell-Hauptwil: Das finanzielle Fundament ist stabil

Die Kirchbürger lehnen eine Senkung des Steuerfusses ab. Fast einhellig erteilen sie die Zustimmung zum Budget 2019, das einen Verlust ausweist.
Georg Stelzner
Blick über den Nagelpark auf die evangelische Kirche Bischofszell. (Bild: Nana do Carmo)

Blick über den Nagelpark auf die evangelische Kirche Bischofszell. (Bild: Nana do Carmo)

«Wann, wenn nicht jetzt?», meinte Jakob Grunder, als er am Dienstagabend in der Hauptwiler Kirche den Antrag stellte, den Steuerfuss um zwei Prozentpunkte auf 26 Prozent zu senken. Er prognostizierte steigende Steuereinnahmen und machte auf den tieferen Steuerfuss in der Katholischen Kirchgemeinde Bischofszell aufmerksam. Eine steuerliche Entlastung der evangelischen Steuerzahler sei angebracht und vertretbar, sagte Grunder.

Mit diesen Argumenten vermochte der Votant den Kirchenpräsidenten jedoch nicht zu überzeugen. Roman Salzmann warnte vor einer allzu optimistischen Steuerentwicklung und verwies auf die anderen Voraussetzungen bei den Katholiken, die ein kleineres Angebot und weniger Personal hätten. 73 der 76 Versammlungsteilnehmer hiessen den Antrag der Kirchenvorsteherschaft gut und beliessen den Steuerfuss für das Jahr 2020 bei 28 Prozent.

Budget: Minus ist kein Grund zur Sorge

Mit einer Enthaltung hatten sie vorher schon das Budget 2019 bewilligt. Es steht mit einem Verlust von 184'323 Franken zu Buche, was nach Einschätzung Salzmanns aber kein Grund zur Besorgnis ist. Der Präsident verwies auf das Eigenkapital, das nach der Zustimmung zur Verwendung des Gewinns aus der Jahresrechnung auf 683'409 Franken angestiegen sei. Der budgetierte Verlust sei relativ hoch, räumte Salzmann ein, das Minus sei jedoch verkraftbar.

Zu reden gegeben hatte einzig die geplante energetische Sanierung der Johanneskirche in Bischofszell. Jakob Grunder äusserte Zweifel an der Notwendigkeit:

«Es macht keinen Sinn, Fenster wegen energetischer Massnahmen zu ersetzen.»

Der Kirchenpräsident widersprach Grunder und gab zu bedenken, dass sehr viel Energie durch die Fenster entweiche. Im Budget 2019 enthalten sind zudem diverse Erneuerungsarbeiten an den Gotteshäusern in Bischofszell und Haupwil.

Ziel ist die Tilgung der Schulden

Keine hohen Wellen warf die mit einem Gewinn von rund 35'000 Franken abschliessende Jahresrechnung. Die Infrastruktur und die Finanzen seien grundsätzlich in einem guten Zustand, stellte der Kirchenpräsident fest. Er verwies bei dieser Gelegenheit auf Finanzkennzahlen wie den Zinsbelastungs- und Kapitaldienstanteil sowie den Selbstfinanzierungsgrad, die allesamt erfreulich seien. «Wir bewegen uns in einem guten Rahmen», betonte Salzmann.

Die Rechnung 2018 wurde denn auch ebenso oppositionslos genehmigt wie die beantragte Gewinnverwendung. Der Ertragsüberschuss kann somit dem Eigenkapital zugewiesen werden. Es soll laut Salzmann zum Abbau der Schulden dienen. Im Hinblick auf das von Bischofszeller Altstadtbewohnern beanstandete Glockengeläut zu nächtlicher Stunde kündigte Roman Salzmann eine baldige Besprechung mit dem Stadtrat an.

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