Kirchen in Bischofszell und Hauptwil laden Liebespaare ein

Zum zweiten Mal bieten Evangelisch Bischofszell und Hauptwil am Valentinstag einen «Boxenstopp» an.

Yvonne Aldrovandi-Schläpfer
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Joachim Brunnschweiler freut sich auf den Boxenstopp-Abend.

Joachim Brunnschweiler freut sich auf den Boxenstopp-Abend.

Bild: Yvonne Aldrovandi-Schläpfer

Der Valentinstag bietet eine gute Gelegenheit, um die Liebe zu feiern. Ein kleines Geschenk – Blumen oder Schokolade – gehört für viele Paare dazu. Doch es besteht auch Gelegenheit, diesen Anlass ganz anders zu begehen. Ankommen – auftanken – weitergehen: Dies ist die Zielsetzung des «Boxenstopp für Ehe- und Liebespaare» am Valentinstag. Dazu öffnen die evangelischen Kirchen in Bischofszell und Hauptwil morgen Freitagabend während dreier Stunden ihre Türen.

Den «Boxenstopp» ins Leben gerufen – haben Katja und Joachim Brunnschweiler aus Hauptwil. Unterstützt werden sie beim kirchlichen Anlass, der zum zweiten Mal stattfindet, von den Pfarrern Paul Wellauer aus Bischofszell und Erich Wagner aus Hauptwil. Ferner gehören Ruth und Hansjörg Anderegg sowie Regula und Marco Widmer zum Team.

Der Bischof traute Liebespaare und schenkte ihnen Blumen

Über die Entstehung des Valentinstags gibt es einige Legenden. Die bekannteste ist diejenige des Bischofs Valentin von Terni – ein Heiliger und Märtyrer der römisch-katholischen Kirche. Im dritten Jahrhundert war er Bischof von Interamna, dem heutigen Terni in Umbrien/Italien. Er spendete damals unerlaubt Liebespaaren das Sakrament der Ehe. Ausserdem traute er Soldaten, die nach kaiserlichem Befehl hätten unverheiratet bleiben sollen. Die von ihm geschlossenen Ehen seien besonders glücklich verlaufen. Bischof Valentin wurde am 14. Februar 269 wegen seines Glaubens hingerichtet. Um 1950 griffen Gärtner und Floristen den Brauch wieder auf, am Valentinstag Blumen zu schenken. (yal)

(Quelle: Wikipedia.org)

«Als Boxenstopp wird im Motorsport das kurzfristige Stoppen eines Fahrzeugs bezeichnet, um aufzutanken und neue Reifen zu montieren», erklärt Initiant Joachim Brunnschweiler. Gewisse Ähnlichkeiten zwischen dem Umgang mit einem Auto und dem Leben in einer Partnerschaft gibt es bei genauerem Hinsehen. Motorsport und Partnerschaft haben eine Gemeinsamkeit – für beides braucht es eine regelmässige Pflege, um richtig zu funktionieren und einen Crash zu vermeiden.

«Wir können zwar nicht Unmögliches erreichen und keine Ehe retten.»

sagt Joachim Brunnschweiler. «Aber wir möchten Paaren die Möglichkeit bieten, an unserer ‹Tankstelle› kurz innezuhalten und die Zeit zu zweit zu geniessen, um anschliessend gestärkt weiterzugehen. Und dazu ist der Valentinstag eine ideale Gelegenheit.»

Der «Boxenstopp» richtet sich an Ehe- und Liebespaare jeglicher Altersgruppen und Konfessionen. Es bestehe unter anderem die Möglichkeit, das Abendmahl einzunehmen, Kurzgeschichten zu lesen und darüber zu sprechen. «Im Hintergrund läuft Musik, und Texte werden an die Leinwand gebeamt. Zudem besteht das Angebot für Gebet, Segen oder Zuspruch», hält Joachim Brunnschweiler einen Ausblick auf den Anlass. Die kurze Auszeit in der Kirche kann individuell genutzt werden. Und die Paare dürfen so lange im Gotteshaus bleiben, wie sie möchten.

Zufrieden blickt Joachim Brunnschweiler auf den ersten «Boxenstopp» vor einem Jahr zurück: «Die Nachfrage war da, das Angebot wurde genutzt. Während der offenen Kirchentüre in Bischofszell hatte es immer Leute, die Kirche war nie leer. Nun hoffen wir, dass der ‹Boxenstopp für Ehe- und Liebespaare› auch diesmal wieder auf reges Interesse stösst.»

Hinweis
Der «Boxenstopp für Ehe- und Liebespaare» findet am Valentinstag, 14. Februar, zwischen 18 und 21 Uhr, in den evangelischen Kirchen in Bischofszell und Hauptwil statt.