Kirche
Fastenopfer: Trotz Lockdown spendeten Weinfelder Katholiken mehr als die Jahre zuvor

Wegen des Lockdowns im Frühling 2020 konnten die Veranstaltungen für das Fastenopfer und Brot für alle nicht wie gewohnt durchgeführt werden. Die Kirchgemeinden liessen sich etwas einfallen und verschickten einen Fastenkalender an die Haushalte. Das Spendenergebnis war überraschend hoch.

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Kampagne des Fastenopfers 2020.

Kampagne des Fastenopfers 2020.

Bild: Nadia Schärli

(red) Im Februar 2020 war alles angerichtet. Das Programm stand, die Fastensuppen waren vorbereitet, das Fest 150 Jahre Landeskirchen Thurgau in den Startlöchern. Dann kam die Pandemie. Alles wurde abgesagt und die Organisatoren fragten sich, wie sich der Lockdown auf die Spenden für die Hilfswerke Fastenopfer und Brot für alle entwickeln wird.

Die Katholische und die Evangelische Kirchgemeinde von Weinfelden taten sich zusammen und verfassten einen Brief, in dem sie einen Fastenkalender mit vielen Anregungen in alle Haushalte verteilen liessen.

Über 60'000 Franken wurden gespendet

Wie die Katholische Kirche Weinfelden in einer Mitteilung schreibt, waren die Reaktionen überwiegend positiv und der Spendeneingang war deutlich über dem Vorjahr. Über 35'000 Franken wurden gespendet. Mit dem Beitrag der Landeskirche, die ihren Sitz in Weinfelden hat, wächst der Betrag auf über 60'000 Franken an.

Gemeindeleiter Armin Ruf ist beeindruckt und hofft, dass sich diese Solidarität auch 2021 wiederholt. Auch 2021 ist aufgrund der Covid-19-Massnahmen keine «normale» Fastenaktion möglich. Der ökumenische Fastenkalender werde aber wieder in alle Haushalte verteilt. Nach den positiven Erfahrungen des vergangenen Jahres hat auch evangelisch Märstetten beschlossen, mitzumachen.