Bischofszeller Kinderzimmer sind erfolgreich entrümpelt

Handeln und feilschen bei schönstem Wetter – der um eine Woche verschobene Kinderflohmarkt in Bischofszell fand regen Zuspruch.

Barbara Hettich
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Leila und Jan Hollenstein beraten einen Jungen, welcher Interesse an einem Spielzeugauto zeigt.

Leila und Jan Hollenstein beraten einen Jungen, welcher Interesse an einem Spielzeugauto zeigt.

Bild: Barbara Hettich

Vom Puzzle bis zum Brettspiel, vom Kinderbuch bis zum rosaroten Prinzessinnenkleid – das Angebot am Kinderflohmarkt war überwältigend, und die vielen kleinen kauflustigen Kundinnen und Kunden hatten die Qual der Wahl. Die Bischofszeller Primarschüler haben eine ganze Menge Spielsachen, zumindest alles, was sie altersbedingt nicht mehr brauchen können, am Samstagmorgen zum Grubplatz geschleppt. Auf Decken stapelte sich das Feilgebotene, alles war fein säuberlich angeordnet und teils sogar mit einem Preis ausgeschildert. Dies natürlich in der Hoffnung, dass man entweder viel Geld oder andere, coolere Spielsachen wieder mit nach Hause nehmen kann. Es wurde eifrig verkauft, gekauft und getauscht. Zufriedene Gesichter, wo man hinsah: «Das Geschäft läuft gut», sagt der achtjährige Jan Hollenstein, der mit seiner siebenjährigen Schwester Leila engagiert interessierte Kinder berät. Auch der neunjährige Leo Brüschweiler ist restlos zufrieden: «Ich habe ganz viel verkauft.»

Nicht nur die Kinder, auch Marktchef Franco Capelli zeigte sich zufrieden über den guten Zuspruch. Einmal im Jahr organisiert er im Rahmen des Wochenmarktes diesen Kinderflohmarkt. Eigentlich hätte er Ende August stattfinden sollen, musste aber wetterbedingt abgesagt werden. «Das haben viele Kinder und Eltern sehr bedauert. So beschlossen wir kurzfristig, den Kinderflohmarkt diesen Samstag doch noch durchzuführen», sagt Capelli. Das Plakat wurde angepasst und ein Flyer mit neuem Datum in den Primarschulen Hoffnungsgut und Obertor verteilt. Die Kinder kamen, der Grubplatz war gut belegt, «es ist gut aufgegangen, wir mussten wegen Platzmangels auch niemanden heimschicken», sagte Franco Capelli. Und es habe sich ausbezahlt: Wenn Kinder kommen, dann kommen auch Eltern und Grosseltern. Der Wochenmarkt war diesen Samstag sehr gut besucht, die Marktfahrer konnten vom Kinderflohmarkt ebenfalls profitieren.